Am 19. Oktober trafen wir uns, 23 Schüler/-innen und zwei Lehrer, morgens an der Schule, um zur Studienfahrt ins Stubaital aufzubrechen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren fuhren wir mit einem Reisebus und nicht mit dem Zug. Die Möglichkeit, als Gruppe laut Musik zu hören, wurde ausgiebig genutzt, die Stimmung war gut. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir unser Ferienhaus und teilten zunächst einmal die Zimmer ein, bevor wir uns nach einer kleinen Verschnaufpause auf den Weg zum Skiverleih machten, wo wir alle mit Skiern oder Snowboards ausgestattet wurden. Auf dem Rückweg zum Haus gingen wir noch einkaufen, weil wir uns die Woche über selbst versorgen mussten. Nach dem ersten selbst zubereiteten Abendessen fielen, zumindest viele, müde ins Bett, denn der Fußweg vom Ferienhaus zum Skiverleih war 3 km lang.

Sonntagmorgen gab es schon sehr früh Frühstück, weil der Skibus schon um Viertel nach acht zur Gletscherbahn fuhr. Als wir oben an der Bergstation angekommen waren, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe bildeten diejenigen von uns, die schon Ski- oder Snowboarderfahrung hatten, und die andere Gruppe bestand aus Schülerinnen und Schülern, die noch nicht Ski fahren konnten. Nach den ersten erfolgreichen Übungen für die Anfänger durften wir auch schon die ersten Kurven probieren, was allerdings bei dem Sturm, der auf dem Berg herrschte, nicht einfach war. Die Fortgeschrittenen zeigten Hr. Steffen, dass sie sicher und technisch sauber fahren konnten und durften danach auf eigene Faust die Pisten unsicher machen. Nach dem Mittagessen, das aus Vesper bestand, ging es wieder auf die Piste, allerdings nicht mehr so lange wie am Morgen, um die Kräfte der Anfänger nicht zu sehr aufzubrauchen. Manche von uns fuhren dann mit dem Bus direkt zurück, manche blieben noch auf der Piste und übten weiter Kurven fahren. Nach und nach fuhren wir aber alle zurück zum Ferienhaus, wo auch schon das Abendessen zubereitet wurde. Da jeder eine andere Vorstellung von einem gemütlichen Abend hat, verbrachten wir alle den Abend unterschiedlich.

Am dritten Tag wurde die Gruppe der Anfänger in zwei Gruppen aufgeteilt. Die „fortgeschrittenen“ Anfänger absolvierten mit Hr. Steffen die erste Schleppliftfahrt mit anschließender langer Abfahrt, um dort das Kurvenfahren weiter zu festigen. Die restlichen Anfänger blieben bei Fr. Besch und übten das Kurvenfahren in flacherem Gelände. Zum Mittagessen kam die Gruppe von Hr. Steffen wieder zur Gruppe von Fr. Besch und wir machten alle zusammen Mittagspause. Nach dem Mittagessen trainierten beide Gruppen fleißig weiter, bevor es am Nachmittag wieder in unsere Unterkunft zurückging. Der Abend war entspannt und endete für die Gruppe mit einem leckeren und gemütlichen Abendessen.

Am Dienstag fuhren wir eine Stunde später auf den Stubaier Gletscher, da die Lehrer meinten, dass uns Schülern eine Stunde mehr Schlaf ganz gut täte. Für die Anfänger bei Fr. Besch ging es in der Grundlagenschulung weiter vorwärts, für die Anfänger bei Hr. Steffen war es ähnlich, allerdings durften die, die am Vortag schon mit Hr. Steffen unterwegs waren, heute ihre erste Piste frei herunterfahren. Nach der gemeinsamen Mittagspause im Selbstversorgerraum der Bergstation Eisgrat ging es noch einmal in die beiden Skikurse, um das Skikönnen weiter auszubauen. An diesem Abend war der beliebte „Bestecklose Abend“ im Schallerhof, dessen Highlight eine landestypische Live Band war, die uns den Abend musikalisch versüßte (inkl. einiger toller Gesangseinlagen unserer Gruppe).

Der nächste Tag war schon der vorletzte Skitag. Aufgrund unserer großen Lernfortschritte fuhren immer mehr Schülerinnen und Schüler die Hänge am Daunferner sicher und zunehmend schneller herunter. Auch wurden in unserer Gruppe immer häufiger Parallelschwünge auf den Skiern beobachtet. Nach einem weiteren erfolgreichen Skitag wurde am Abend lecker gekocht und wir genossen noch einen schönen Abend mit einem tollen klaren Sternenhimmel.

Am letzten Skitag fuhren alle mit dem Sessellift auf den Daunferner hoch. Auch heute schafften es nochmals weitere Schüler zum ersten Mal auf die große Piste zu kommen und Schlepplift zu fahren. Abends wurde dann als krönender Abschluss das Reste-Essen Ofenkartoffeln zubereitet. Die Kartoffelzubereitung dauerte aber im Gegensatz zu den Essen an den anderen Abenden deutlich länger. Deswegen aßen wir erst gegen 21 Uhr. Der Abschlussabend wurde noch mit Musik und gemütlichen Beisammensein genossen.

Am letzten Morgen mussten wir zeitig packen und frühstücken, denn um 9 Uhr mussten die Zimmer und die Großküche geräumt sein. Nachdem der Bus kam und alle Koffer eingepackt waren, ging es gegen 9.30 Uhr wieder Richtung Stuttgart zum JKG, wo wir alle dann getrennte Wege in die Herbstferien gingen.

Alles in allem war es eine sehr schöne Studienfahrt, auf der wir viel Neues (Ski fahren) gelernt haben und auch viele Erfahrungen und Erinnerungen gesammelt haben.

Xenia Oesterlin und Diana Balos