Am 19. Oktober trafen wir uns, 23 Schüler/-innen und zwei Lehrer, morgens an der Schule, um zur Studienfahrt ins Stubaital aufzubrechen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren fuhren wir mit einem Reisebus und nicht mit dem Zug. Die Möglichkeit, als Gruppe laut Musik zu hören, wurde ausgiebig genutzt, die Stimmung war gut. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir unser Ferienhaus und teilten zunächst einmal die Zimmer ein, bevor wir uns nach einer kleinen Verschnaufpause auf den Weg zum Skiverleih machten, wo wir alle mit Skiern oder Snowboards ausgestattet wurden. Auf dem Rückweg zum Haus gingen wir noch einkaufen, weil wir uns die Woche über selbst versorgen mussten. Nach dem ersten selbst zubereiteten Abendessen fielen, zumindest viele, müde ins Bett, denn der Fußweg vom Ferienhaus zum Skiverleih war 3 km lang.

Sonntagmorgen gab es schon sehr früh Frühstück, weil der Skibus schon um Viertel nach acht zur Gletscherbahn fuhr. Als wir oben an der Bergstation angekommen waren, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe bildeten diejenigen von uns, die schon Ski- oder Snowboarderfahrung hatten, und die andere Gruppe bestand aus Schülerinnen und Schülern, die noch nicht Ski fahren konnten. Nach den ersten erfolgreichen Übungen für die Anfänger durften wir auch schon die ersten Kurven probieren, was allerdings bei dem Sturm, der auf dem Berg herrschte, nicht einfach war. Die Fortgeschrittenen zeigten Hr. Steffen, dass sie sicher und technisch sauber fahren konnten und durften danach auf eigene Faust die Pisten unsicher machen. Nach dem Mittagessen, das aus Vesper bestand, ging es wieder auf die Piste, allerdings nicht mehr so lange wie am Morgen, um die Kräfte der Anfänger nicht zu sehr aufzubrauchen. Manche von uns fuhren dann mit dem Bus direkt zurück, manche blieben noch auf der Piste und übten weiter Kurven fahren. Nach und nach fuhren wir aber alle zurück zum Ferienhaus, wo auch schon das Abendessen zubereitet wurde. Da jeder eine andere Vorstellung von einem gemütlichen Abend hat, verbrachten wir alle den Abend unterschiedlich.

Florenz ist nicht nur Hauptstadt der Toskana. Sie ist auch Welthauptstadt der Kunst und ehemalige Heimat zahlreicher Künstler, Philosophen und Wissenschaftler wie z. B. Dante, Alighieri, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Sandro Botticelli, Galileo Galilei wie auch der Medici, den Begründer des Bank- und Versicherungswesens in Europa. Kein Wunder also ist sie eine der bedeutendsten Kulturmetropolen weltweit.
Mit ihren zahllosen Bauwerken, Museen und Gemäldegalerien gibt es für jedermann etwas zu finden. Für Kulturinteressierte eine fundierte Grundlage, sich in dieser wundervollen Stadt pudelwohl zu fühlen.
 
Dies taten zweifelsohne auch die Florentiner der Jahrgangsstufe 2, die mit Herrn Krämer und Herrn Cavadini nicht nur ein vortreffliches Aufsichtspersonal, sondern auch unvergleichliche enzyklopädische Reisebegleitung hatten.
 
So war unsere einwöchige Reise nicht nur mit Bildung im Rahmen von Kirchen- und Kathedralen, Museen- und Palastbesuchen, wie z.B. der Basilika Santa Croce oder den Uffizien gefüllt. Der angefüllte Zeitplan ließ auch die italienische Küche und Szenerie und ihren Shopping-Gelegenheiten nicht zu kurz kommen. Im Zusammenspiel mit dem sehr guten Wetter (T-Shirts und Sonnenbrillen fanden so auch mal Ende Oktober ihren Nutzen) wurden alle Stunden des Tages gebraucht, um sich vom Angebot an Aktivitäten nicht überfordern zu lassen. 
 
Dabei blieb die Reise bis zum Ende genauso unvergesslich, wie sie auch begonnen hatte. Demonstrativ schließe ich mit ein paar meiner Lieblingseindrücke:
 
- Ankunft an der Stazione Firenze Santa Maria Novella noch vor Sonnenaufgang und in leichter Kleidung
 
- die italienische Messe in genau dieser Kleidung, die uns zu dem Zeitpunkt schon seit 24 Stunden (auch als Schlafanzug) diente
 
- der atemberaubende Ausblick vom Dach des Doms, der viertgrößten Kirche Europas auf unzählige Dächer, den Fluss und die Berge
 
- die nächtlichen Konversationen mit Amerikanern, Belgiern oder Italienern draußen oder im Irish Pub
 
- die lebhaften Einkaufgassen bei Nacht mit ihren Straßenkünstlern und den unterschiedlichen Essensgerüchen
 
- die zweistündige Wanderung von den Bergen in die Stadt zu unserem Hotel
 
- Die 13-stündige An- und Abfahrt im Nachtzug mit Sechserzimmern auf gefühlten vier Quadratmetern (eine einmalige Erfahrung und Abenteuer an sich)
 
Pia Frick, J2

Am Samstag, den 20.10.2018, ging die Sportstudienfahrt zum Stubaier Gletscher los. Am frühen Samstagmorgen trafen wir uns, neun Schüler und zwei Lehrer, am Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Zugfahrt war sehr entspannt, und nach einem kurzen Aufenthalt in Innsbruck ging es dann mit dem Bus zu unseren Ferienwohnungen im Stubaital. Nach kurzem Beziehen der Wohnungen ging es für den Großteil der Gruppe zunächst einmal zum Skiverleih im Schallerhof. 

Am nächsten Tag ging es morgens endlich auf die eisigen Pisten des Stubaier Gletschers. Trotz der dürftigen Schneebedingungen und nur drei befahrbaren Pisten, absolvierten die Anfänger ihren ersten Tag auf Skiern mit den Lehrern. Die Erfahrenen konnten von Anfang an selbständig die verfügbaren Pisten befahren. Das Wetter war den ganzen Tag optimal. Ende des ersten Tages konnten die ersten Anfänger bereits die Piste „runterrutschen“ und erste Schleppliftfahrten für sich verbuchen.

Am Montag machten die Fortgeschrittenen sich mit Herr Steffen früh auf, um die erste Bergfahrt und die frisch präparierten Pisten auszunutzen. Wie jeden Tag trafen wir uns um 12 Uhr zum Vespern und danach versuchten sich die meisten Anfänger in ihrer ersten vollständigen Abfahrt. Beim Abendessen durften wir frei entscheiden, ob entweder in der vorhandenen Küche gekocht wird oder in den umliegenden Gasthöfen gegessen wird. Nur am Dienstag ging die ganze Gruppe zum traditionellen bestecklosen Abend in den Schallerhof essen.

Am Dienstagnachmittag, nach einem weiteren erfolgreichen Tag auf den Skiern, bestaunte ein Teil der Gruppe den breitesten Wasserfall der Ostalpen, den Grawa-Wasserfall, bevor es wieder zurück zur Unterkunft ging.

Mittwoch kam der lang ersehnte Schneefall, der sehr stark ausfiel. Der Liftbetrieb eröffnete mit Verspätung und durch die relative schlechte Sicht am Berg hatten wir die Piste fast für uns alleine. Bei Top-Schneeverhältnissen genossen wir den ganzen Tag die fast leeren Pisten.

Am letzten Skitag starteten alle früh morgens um noch den Neuschnee und das schöne Wetter zu genießen. Zum Abschluss ging es in eine Après-Ski Bar, um den letzten Abend ausklingen zu lassen.

Am Freitagmorgen wurden die Ferienwohnungen sauber hinterlassen und es ging zurück zum Bahnhof nach Innsbruck, wo wir dann unsere Zugfahrt angetreten haben.

Nach einer stressigen und abwechslungsreichen Fahrt kamen wir abends um 19 Uhr wieder in Stuttgart am Hauptbahnhof an.

Es war auf jeden Fall eine gelungene Skiausfahrt und wir danken den Lehrern für ihren Einsatz und ihre entspannte Art.

Eine der drei Studienfahrten unserer diesjährigen Jahrgangsstufe 2 führte die SchülerInnen in Begleitung von Frau Gehres und Herrn Schempp in den Osten Deutschlands.

Die ersten Tage verbrachten die Reisenden in Leipzig. Hier wurde den SchülerInnen in einer Stadtführung die Stadtgeschichte nähergebracht. In der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke”, ehemaliges Hauptquartier der Leipziger Stasi (Staatssicherheit der DDR) erfuhren die SchülerInnen Interessantes zur Stasi und der Rolle der Leipziger Bürger für die friedlichen Revolution in der DDR im Jahr 1989.

In Weimar lag der Fokus auf der starken kulturellen und historischen Prägung. Bei den Besuchen der Gedenkstätte Buchenwald und den Wohnhäusern Schillers und Goethes wurde die Spaltung der deutschen Geschichte spürbar, hier innerhalb einer Stadt: Kultur und Unkultur nah beinander, ineinander verstrickt.

Die gemeinsamen Abende mit Essen und Bowling in Weimar sorgten für die passende Stimmung innerhalb der Gruppe.

Text: Matthias Lang
Fotos: Dachan Kim