Mit Musik aus Pop- und Musical und anderen, „fantastischen“ Welten – von Mendelssohns „Sommernachtstraum“ bis Peter Pan – gestalteten Chor, Orchester und die Technik-AG ein abwechslungsreiches Programm im bis auf den letzten Platz gefüllten Großen Kursaal. Herzlichen Dank allen singenden und musizierenden Schüler*innen sowie den Mitgliedern der Technik-AG für den wunderbaren Abend! 

Das Sommerkonzert 2019 – ein Sommernachtstraum!

Wie schon in den letzten Jahren dieselbe Szenerie Ende Juli vor dem Großen Kursaal: Besucherscharen strömten in freudiger Erwartung bei hochsommerlichen Temperaturen in Richtung Eingang, gespannt auf einen musikalischen Abend, der laut Plakat „Musik aus Pop und Musical und anderen Welten: Traum, Nacht, Fantasie und Märchen“ bieten würde. Erneut wurden die Zuhörer von einem charmanten Moderatorinnen-Trio (Mina A., Mihriban S. und Salsabil G., alle Klasse 9) durch den Abend geführt und damit immer wieder kleine Brücken zwischen den einzelnen Stücken gebaut. Wie gesagt, es sollte spannend werden, allein der Blick in das Programmheft versprach einiges!

Im ersten Teil des Konzerts spannte der Chor unter der Leitung von Daniela Boettcher-Mayr einen weiten Bogen über verschiedene Zeiten und Länder hinweg. Wer kennt sie nicht, die Songs aus dem Musical „Les Miserables“, basierend auf einem Roman von Victor Hugo, in dem es um Armut, Prostitution, Polizeigewalt und natürlich die Revolution in den Straßen von Paris 1832 geht. Man konnte bei dem Medley den Kampf ums Überleben auf den Barrikaden und die berührenden Geschichten von Fantine und ihrer Tochter Cosette, die am Ende ihr Happy End mit Marius erleben darf, sowie den dramatischen Kampf auf Leben und Tod zwischen Jean Valjean und Polizeiinspektor Javert hören und spüren. Ganz anders hingegen der bekannte Folk-Pop-Song „California Dreamin“ von 1965, der dem Lebensgefühl der Hippies bis heute Ausdruck verleiht. Hannah Lott (Jgs. 1) begleitete den Chor dabei ganz zauberhaft auf der Flöte. Vom sonnigen Kalifornien ging es ins verregnete England, in die Heimat von James Bond. Alexandra Passoter (7c) beeindruckte mit ihrem Solo beim berühmten Adele-Song „Skyfall“. Aktueller denn je war auch der nächste Song, Michael Jacksons berühmter „Earth Song“ (1995), sozusagen die Vorreiter-Hymne der Fridays for Future-Bewegung. Die Klage über die Zerstörung unseres Planeten und zugleich der Appell an alle, die Erde zu retten, brachte der Chor sehr eindrucksvoll und bewegend auf die Bühne. Im nächsten Solo zeigte Lotta Stauß (8c) ihr großes Können, das sie ja bekanntlich auch schon auf diversen Musical-Bühnen bewiesen hat. In dem Song „How far I’ll go“ aus dem Computeranimationsfilm „Vaiana“ (2016) konnte man deutlich das Hin und Her der Heldin zwischen Fernweh und Heimat nachempfinden. Über „Killing me softly with his song“ von den Fugees ging es weiter zu einer Hymne der Befreiung und Selbstbehauptung: „This is me“ aus dem Film „The Greatest Showman“ (2017), in dem sich die Hauptfigur, eine Sängerin mit Vollbart, gegen Diskriminierung und Vorurteile wehren muss, und am Ende gelernt hat, ihr Anderssein als Außenseiterin stolz in der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen und ihre ganze Kraft und ihr Selbstvertrauen in ihrer eigenen Identität zu behaupten. Was für ein Appell - so zu sein, wie man ist! Die sechs Sängerinnen aus Klasse 10 (Louisa B., Doris B., Ira H., Sabrina N., Friederike R. und Ida S.) füllten den ganzen Saal mit Spannung, sodass Gänsehaut garantiert war. Eine großartige und mutige Performance! Mit „Don’t stop me now“, einem der beliebtesten Queen-Stücke, das voller Energie und Gefühl steckt, ging der erste Teil des musikalischen Abends zu Ende.

Im zweiten Teil des Konzertes gab es wie in den letzten Jahren nicht nur etwas für die Ohren geboten, sondern auch für die Augen. Mit unterschiedlichen Projektionen wurden die Zuhörer mitgenommen auf einen Pfad in einem wunderschönen Wald mit einem Wasserlauf und einer Brücke sowie einer Lichtung – alles versprühte Kühle, Ruhe, Entspannung, und die Lichtspiele aus Licht und Schatten faszinierten und versetzten alle in eine Abend- und Nachtstimmung – die perfekte Einführung in die Welt der Elfen aus Shakespeares „Sommernachtstraum“. Bereits im Alter von 18 Jahren komponierte Felix Mendelssohn-Bartholdy die Ouvertüre, erst später entstand die ergänzende Bühnenmusik, die das vollständige Schauspiel begleitet: vier unglücklich Verliebte gelangen in einen Wald voller Elfenspuk, in welchem durch Liebeszauber neue Verwirrungen und fantastische Verwechslungen entstehen. Das Orchester, unter der Leitung von Anna Trüdinger, meisterte diese anspruchsvolle Musik mit Bravour und das Zusammenspiel mit dem Chor beim „Lied der Elfen“ war wunderbar. Eine ganz andere Welt zeigte sich im folgenden Stück „Danse macabre“ von Camille Saint-Saëns (1872): Nach zwölf Glockenschlägen erscheint der Teufel in Gestalt der absichtlich anders gestimmten Violine – ein gespenstisches Treiben beginnt mit Passagen der Trauer und Klage, schauerlichen Elementen, und immer wieder die Melodie des Reigens, mit der der Tod die armen Seelen zum Tänzchen lockt. Parallel dazu wurden ActionPaintings der Klasse 6a gezeigt, die die Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht von Frau Mehling zur Musik kreativ entworfen hatten und die Herr Feigl zu einer beeindruckenden Videoproduktion zusammengestellt hat. Weg vom Tod und dessen Treiben ging es weiter in eine musikalische Welt der Magie und der fantastischen Kreaturen. Zunächst beeindruckten die Bläser und das Schlagzeug in der Suite aus der Filmmusik der Trilogie „Fantastic Beasts and where to find them“, einer Geschichte der Harry Potter-Autorin J. K. Rowling, in der Newton Scamander, ein Zauberer und Autor, tolle Geschichten erlebt, in denen Magie, Mysterium und Wunder immer wieder durcheinanderwirbeln. Auch im zweiten Arrangement für Streicher und Schlagzeug erzeugten die Musiker großartige magisch-mysteriöse Töne. Schauplatz des nächsten Stücks mit seinen fantastischen, vielgestaltigen Klängen war die fiktive Insel „Neverland“ (Nimmerland) – die abenteuerliche Welt des Peter Pan - dem einzigen Kind, das nie erwachsen wird - mit Feen, Elfen, Piraten und Meerjungfrauen, auf der es viel zu entdecken gibt und auf der allerlei Aufregung herrscht. Auch hier wurden die wunderbaren Klänge des Orchesters bei „Flight through Neverland“ fantastisch visuell ergänzt durch wunderschöne Bilder, die - sozusagen über den Musikern schwebend – das Publikum mitnahmen auf einen Flug über ein wunderschönes Panorama mit Bergen, Lichtungen, Wiesen und einer Stadt bei Nacht. Was für ein großartiges Finale des diesjährigen Sommerkonzertes! Nach langanhaltendem Applaus dankte Herr Klemmer ganz herzlich allen, die in irgendeiner Form an der Vorbereitung und Durchführung des wieder einmal beeindruckenden Abends beteiligt waren: allen singenden und musizierenden Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften, vor allem auch Kristina Vilotseva und Friedrich Veil für die Klavierbegleitung und Probenunterstützung (ebenso Lena Samel), sowie natürlich Frau Boettcher-Mayr und Frau Trüdinger, die Chor und Orchester erneut zu Höchstleistungen gebracht haben. Ein besonderer Dank geht auch an die Technik-AG unter der Leitung von Arne Morgner, ohne die eine solch perfekte Symbiose von Klang und visuellen Impressionen nicht möglich wäre. Wieder einmal ein überaus gelungener musikalischer Sommernachtstraum!

S. Gilbert

2018 - Impressionen vom JKG-Sommerkonzert im Kursaal

Schon Wochen vorher kündigte sich auf den Plakaten unter dem diesjährigen Motto „Klassiker“ - flankiert von den zwei musikalischen Größen des Abends (Michael Jackson in „Moonwalk“-Pose auf der einen und Ludwig van Beethoven auf der anderen Seite) ein spannender Konzertabend an, den das Publikum dann am 18. Juli 2018 im vollbesetzten Großen Kursaal genießen konnte. Man durfte wieder einmal sehr gespannt sein, wie die Beteiligten des Abends diesen spannungsgeladenen musikalischen Bogen über 300 Jahre mit Leben füllen und das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt der sogenannten musikalischen Klassiker nehmen würde, denn wer kennt sie nicht: Michael Jacksons Leben und Wirken mit unzähligen nicht mehr wegzudenkenden musikalischen Meilensteinen der Popmusik der 1980er und 1990er Jahre sowie den berühmten Anfang von Beethovens Sinfonie Nr. 5 „dadadadaaaa ...“. Zwei „Thriller“, die einem schon mal einen musikalischen Schauer über den Rücken jagen können. Genau das zeichnet Klassiker ja aus – Musikstücke, die aufgrund ihrer Qualität ihre Zeit überdauern.

Doch der Reihe nach: Im ersten Teil des Konzertabends, überaus charmant und gekonnt moderiert von Mina Alshawaf, Jule Stauss und Carmen Galonska (Textredaktion Joanna Siemer), bot der Chor unter der Leitung von Daniela Boettcher-Mayr wieder einmal eine hin- und mitreißende musikalische Leistung, eine Mischung aus Stücken mit Sologesang aus dem Bereich der Pop-Musik und Chorstücken, unter anderem mit Highlights aus dem Musical „Grease“, dessen Songs noch heute Kult sind, allen voran das Duett „You’re the one that I want“, in der Verfilmung des „Pomaden“-Werkes gesungen von Olivia Newton-John und John Travolta. Spätestens jetzt war ein deutliches Mitwippen im Publikum zu spüren. Den musikalischen Einstieg in den Abend machte das Lied „La la la“ von Shaid Khan/Naughty boy), gefolgt von einem echten Klassiker, „Your Song“ von Elton John, der sein erster großer Hit wurde. Daria Kobas als Solistin präsentierte das Lied sehr eindrucksvoll. Danach überzeugte eine andere Solistin, die Abiturientin Johanna Müller, das Publikum mit ihrer wundervollen klaren Stimme bei den Songs „The path to the moon“ und dem wunderschönen Wiegenlied „Sleepsong“ von Secret Garden.

Nach einer Umbaupause übernahm Anna Trüdinger mit dem JKG-Orchester und entführte das Publikum auf eine musikalische Reise ins 19. und 18. Jahrhundert, die Zeit von Beethoven und Vivaldi. Nichts Geringeres als zwei Stücke aus Beethovens Sinfonie Nr. 5 standen auf dem Programm. Allein diese Ankündigung zeigte wieder einmal die ständige Weiterentwicklung und Professionalisierung unseres Schulorchesters. Nach dem furiosen und kontrastreichen Einstieg mit „Allegro con brio“ und „Andante con moto“ aus Beethovens Sinfonie Nr. 5, also einem DER Klassiker der klassischen Orchestermusik, ging die Reise weiter nach Italien zu Antonio Vivaldi, einem der „klassischen“ Barockkomponisten. Fünf Instrumentalisten (Johanna Müller, Judith Gonzalez Bellmunt, Hannah Lott, Rajka Munz und Matthias Irion) sorgten mit einem „Allegro“ aus dem Konzert für Harfe, Flöten und Cello für Begeisterung im Publikum, die sich über die „L’Arlésienne: Suite für Orchester“ von Georges Bizet, noch weiter steigerte. Und wie es sich für einen großen Konzertabend gehört – der größte „Thriller“ kommt zum Schluss! Michael Jackson, sicherlich der Titan der Popmusik, sollte das furiose Finale bilden und damit ging nach langem Applaus, Zugabe, Dankesreden und Blumengeschenken wieder einmal ein wundervoller hochsommerlicher Musikabend zu Ende. Wir verneigen uns vor allen singenden und musizierenden Schülerinnen, Schülern und KollegInnen, den Technikmeistern mit ihrem Leiter Arne Morgner, Kristina Vilotseva und Anna Kaufmann (Klavierbegleitung bzw. Probenassistenz), und vor allem vor den Kolleginnen aus der Musikfachschaft, allen voran den Dirigentinnen Daniela Boettcher-Mayr (Chor) und Anna Trüdinger (Orchester) für ihre Hingabe, Geduld und Energie, die sie jedes Schuljahr aufs Neue investieren. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn es wieder heißt: Vorhang auf für das Sommerkonzert 2019!  
S. Gilbert

Wunderbares Konzert im Kleinen Kursaal: Von New York bis Hollywood.

 

Kurz vor Ende des zurückliegenden Schuljahres präsentierten Chor, Orchester und Technik-AG unserer Schule unter anderem Songs aus Musicals und berühmte Filmmelodien mit live geschnittener visueller Begleitung.

Das diesjährige Chorprogramm unter der Leitung von Daniela Boettcher-Mayr war eine bunte Mischung aus bekannten Pop- und Musicalsongs. Der Chor eröffnete das Konzert mit dem Hit „Try“ von Pink, gefolgt von „Lost boy“ von Ruth B, solistisch sehr gefühlvoll gesungen von Daria Kobas, am Klavier begleitet von Natalie Berndt. Das nächste Stück, „Silhouette“ war ein eher unbekanntes Stück von Leonard Bernstein, das mit seinen Staccato- und Legatotönen sowie schnellen Taktwechseln sehr sicher von Johanna Müller vorgetragen wurde. Anschließend folgte „A night like this“ von Caro Emerald, das mit seinem eingehenden Rhythmus sofort für gute Laune sorgte und zum Mitwippen einlud. „Every story ist a love story“ von Elton John wurde von unserer ehemaligen Schülerin Lena Schaal sehr einfühlsam vorgetragen. Die nächsten beiden Stücke waren aus dem Musical-Genre ausgesucht. Lotta Stauß und Alessio Cozza sangen sehr eindrucksvoll die Personen Christine und Raoul in dem Song „Think of me“ aus dem Phantom der Oper. Unvergessen der hohe Sopranton von Lotta Stauß am Ende des Stücks, für den es von den Zuschauern viel Beifall gab.