Der sonnige und erholte Morgen begann mit unserem ersten Frühstück ganz nach chinesischer Art. In der dreistöckigen Mensa gab es eine, schon am Morgen, große und für uns meist unbekannte Auswahl an Gerichten. Wie zu erwarten gab es sehr viel Reis, dennoch reichte diese Auswahl von Hähnchenfleisch in Teig bis hinüber zu scharfen Gemüsenudeln. Dort erkannten wir schon schnell, dass wir an unseren Essstäbchen-Fertigkeiten noch etwas feilen müssen. Nach dem Frühstück begann unser Tag, mit reisgefülltem Bauch, mit einer Tour de Highschool No. 19.. Bereits bei unserer Ankunft sahen wir wie immens groß diese Schule im Vergleich zu unserer ist, dies wurde aber nachdem wir das ganze Schulgelände besichtigt haben noch um einiges deutlicher. Doch nicht nur die Größe erstaunte uns, sondern auch die verschiedenen Aktivitätsmöglichkeiten, welche geboten werden. Unter anderem beinhalteten die verschiedenen Gebäude eine Sporthalle mit Tribüne, ein Fitness Raum mit Laufbändern und Boxsäcken, ein Fechtraum und zu unserer Verwunderung ein eigenes Planetarium. Dennoch waren wir überrascht, da die Schüler die meisten Dinge, wie zum Beispiel das Planetarium nicht nutzen dürfen. Nach der Führung durch die Schule versammelten wir uns und erhielten von den chinesischen Schülern eine Begrüßungszeremonie. Den Auftakt begann der Schulleiter mit einer Willkommensrede, gefolgt von einer spontanen Dankesrede von Herr Klemmer. Anschließend erhielten wir schonmal einen Vorgeschmack der chinesischen Kultur, indem wir einen traditionellen Tanz mit Fächern vorgeführt bekamen. Zuletzt wurden uns von den chinesischen Schülern Die Künste der Kalligraphie, mit musikalischer Unterstützung, aufgeführt. Nach dieser warmen Begrüßung durften wir endlich selber mal ans Werk, uns wurde nämlich Die Holzschnitz-Kunst beigebracht. Man nehme ein beliebig gewähltes Muster oder Bild und schnitzt dieses in eine Holzplatte, danach trägt man mit einer Farbrolle schwarze Tinte auf diese Platten, jetzt muss man diese mit Tinte bestückten Platten auf ein Stück Papier drücken und schon hat man ein sensationelles Bild. Um unsere Lust nach Aktivitäten nicht zu bremsen gingen wir gemeinsam auf den Sportplatz im Freien und traten gegen die Elite der Chinesen bei sportlichen Spielen auf um zu sehen welche Gruppe koordinierter ist und besser zusammenarbeitet. Nach diesen Spielen war der Durst der deutschen Schüler nach Sport immer noch nicht gestillt. Wir konnten selbständig auswählen ob wir Basketball, Federball oder Tischtennis spielen wollten um unsere ganze Energie für diesen Abend zu verbrauchen und das Feuer der jugendlichen Energie zu erlöschen. Wir ließen den ersten vollen Tag in China dann durch eine wohltuende Dusche ausklingen.
Moris und Léon