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Zum Abschluss des Schuljahres besuchten wir, der Lateinkurs der Jahrgangsstufe 2, das städtische Lapidarium. Das Lapidarium (von lateinisch lapis = Stein) - eine Sammlung Stuttgarter Steindenkmäler - befindet sich heute im Garten der ehemaligen Villa Siegle in der Mörikestraße unterhalb der Karlshöhe.
Gleich zu Beginn begegnete uns im Orpheus-Mosaik – es handelt sich um eine Kopie eines römischen Originals aus Rottweil (2. Jahrhundert n. Chr.) – der berühmteste Sänger der Antike, der mit seinem Gesang nicht nur wilde Tiere, sondern auch die Götter der Unterwelt in seinen Bann zog.
An der sogenannten Antikenwand konnten wir an einer Vielzahl von originalen Fragmenten römischer Grabsteine nochmals unsere Lateinkenntnisse unter Beweis stellen, wobei uns die für Inschriften typischen Abkürzungen vor einige Herausforderungen stellten.

Daher verließen wir die Antikenwand auch bald wieder. Unter einer Vielzahl von Steinmonumenten stach uns auf unserem Rundgang eine klassizistische Figurengruppe ins Auge, die den Raub der Proserpina durch den Unterweltsgott Hades darstellt – ein Mythos, der uns aus der Lektüre von Ciceros Reden gegen Verres bekannt war.
Unweit davon erkannten wir eine Statue des Gottes Apoll als Bogenschütze – eine Nachbildung des berühmten Apoll von Belvedere. Bei der Lektüre von Ovids Metamorphosen hatten wir uns ausführlich mit den Eigenschaften und Leidenschaften dieses für Griechen und Römer so wichtigen Gottes beschäftigt (Mythos von Daphne und Apoll).

Das nur als kleine Auswahl dessen, was wir an diesem Nachmittag im Lapidarium besichtigten – es würde zu weit führen, hier alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen.

Bevor wir den Nachmittag im Biergarten auf der Karlshöhe ausklingen ließen, machten wir noch einen Abstecher zur Zeus-Athene-Gruppe auf der Karlshöhe und vergegenwärtigten uns zum Abschluss den Mythos von Prometheus und Pandora.
Insgesamt war es ein gelungener Nachmittag für alle Beteiligten.

Für den Lateinkurs J2: M. Geiselhart