Premiere am JKG: Journée de communication orale und Conversation Day für unsere Abiturienten am 21.2.19

Aus dem schon zum wiederholten Male stattfindenden sogenannten Conversation Day wurde nun ein wahrer Kommunikationstag, indem Frau Trüdinger das Institut français mit ins Boot holte und sich Frau Then-Krüll anschloss, welche erneut das Deutsch-Amerikanische Zentrum gewinnen konnte. Muttersprachler beider Sprachen wurden somit an unsere Schule entsandt und die Schüler der Jahrgangsstufe zwei konnten sowohl ihre englischen als auch ihre französischen Kommunikationsfertigkeiten nutzen.

Die Schüler der Jahrgangsstufe zwei befinden sich momentan auf der Zielgeraden Richtung Abitur. Ein Teil der schriftlichen Prüfung ist die schon im Vorfeld stattfindende Kommunikationsprüfung in den modernen Fremdsprachen, die fast alle Schüler in der Woche vor den Fastnachtsferien zu meistern hatten.

Um mit einem guten Gefühl in diese Prüfung zu gehen, bekamen am Donnerstag, den 21.2.2019 alle Abiturienten die Chance, sich mit Muttersprachlern darauf vorzubereiten. Das Deutsch-Amerikanische-Zentrum und das Institut français schickten Muttersprachler ans JKG, so dass jeder Schüler ein fünfzehnminütiges Gespräch führen konnte. Unsere amerikanischen Gäste kamen aus den unterschiedlichsten Regionen der USA: Elena aus Portland, Oregon, Jenna aus Morgantown, West Virginia, und Kyra aus Chicago, Illinois. Frau Sonja Benz vom DAZ organisierte und begleitete die Veranstaltung. Margot Donadio, unser französischer Gast, stammt aus dem Süden Frankreichs und arbeitet aktuell für das Institut français, u.a. als Lectrice beim FranceMobil.

Die Themen für das Gespräch konnten die Schüler völlig frei wählen. Die Mischung war dabei bunt: Reisen, Alkohol, Rap Music, Politik, Leben in der High School, Pläne nach der Schule, Trump, wie Deutschland wahrgenommen wird, Wahlen, Migration, das Klima, die aktuellen deutsch-französischen Beziehungen oder la vie en banlieue. Ein immer wiederkehrendes Thema in den Gesprächen mit den Amerikanerinnen war auch in diesem Jahr der Umgang mit Waffen.

Die Erfahrungen, die unsere Gäste damit hatten, hätten unterschiedlicher nicht sein können.  Einzelne Schüler, die spontan zusätzliche Gespräche übernahmen, die sonst krankheitsbedingt ungenutzt geblieben wären, konnten feststellen, dass unsere drei amerikanischen Gäste aus drei verschiedenen Staaten und Umgebungen kamen. Diese unterscheiden sich deutlich voneinander. Im Gespräch wurde diese Vielfalt der USA besonders spürbar. So wird der Einen schon von Kindesbeinen an beigebracht, dass man sich bei Schießereien am besten unter das Bett legt, da man auf Höhe von Fensterscheiben leicht ein Opfer werden kann. Der Sinn solcher Tipps wird umso deutlicher, da im Freundeskreis ein Todesopfer zu beklagen war, was durch Waffengebrauch starb.  Der Anderen wird die Jagd, der Umgang mit der Waffe im Wald von Kindesbeinen an als etwas sehr Natürliches nahgebracht und die regelmäßigen Besuche auf Schießübungsplätzen sind an der Tagesordnung.

Um den gemeinsamen Vormittag abzuschließen, trafen sich alle Gesprächsteilnehmer für eine kurze Abschlussrunde. Unsere Gäste waren tief beeindruckt von dem großen Vokabular der Schüler. Zudem waren sie überrascht, wie gut informiert alle insgesamt waren.

Damit aber jeder auch konkrete Verbesserungsvorschläge mitnehmen konnte, gab es noch ein paar Anregungen, worauf die Schüler in Zukunft achten sollten: Die Vergangenheitsformen, der Unterschied zwischen den Verben make und do, look und watch und die unterschiedliche Anwendung von this und that.

Margot wies u.a. nochmals auf den Unterschied zwischen cité und ville hin und gab den Prüflingen noch einige motivierende Tipps für die „communication orale en français“ mit auf den Weg.

Nach einem rundum gelungenen Vormittag hoffen wir alle, dass wir auch im nächsten Schuljahr wieder eine Zusage dieser Angebote erhalten und in den Genuss dieser Bereicherung kommen, die unseren Horizont erweitert. Thank you – et merci!

Then-Krüll und Trüdinger, 25.2.19