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“Do you watch the talk show First Take on ESPN?” – “Yes, Stephen A. Smith, that’s my man.”

Was nach einer entspannten Unterhaltung zwischen zwei befreundeten Amerikanern klingen könnte, ist nur ein Beispiel für die lockeren Gespräche beim diesjährigen Conversation Day am JKG.

So  waren Frau Buchter vom Deutsch-Amerikanischen Zentrum (DAZ) und drei amerikanische Studenten am Freitag, den 12.05.2017, an unserer Schule herzlich willkommen.

Renier aus Miami in Florida, Demetrius aus Kansas City in Missouri und Anna aus Columbus in Ohio boten den Schülern der Jahrgangsstufen 1 und 2 die Gelegenheit, 15 bis 30-minütige Einzelgespräche auf Englisch zu führen.

Sinn des Conversation Days ist es, die Oberstufenschüler auf die bevorstehende fünfzehnminütige Kommunikationsprüfung im Fach Englisch vorzubereiten, welche  in den modernen Fremdsprachen  Teil der Abiturprüfung ist.

Doch statt englische Karikaturen analysieren zu müssen oder weiterführende Fragen der prüfenden Lehrer beantworten zu müssen, durften die Schüler munter über das reden, was ihnen gerade in den Sinn kam. Die breite Palette an diversen Gesprächsthemen reichte von den Gründen für die Wahl Trumps bis hin zu sportlichen Diskussionen über die Geschichte des Basketballs. Doch neben diesem Meinungsaustausch auf unterschiedlichen Ebenen boten die drei Volunteers den Schülern auch neue Einblicke in das Leben auf der anderen Seite des Atlantiks. So erfuhren sie, dass es auch in Nordamerika Skigebiete gibt oder dass der Instant-Messaging-Dienst Whatsapp dort kaum genutzt wird. Ein beliebtes Gesprächsthema waren zudem die Zukunftspläne der baldigen Abiturienten, die sich durchaus auch ein Studium oder Auslandsaufenthalte in den Vereinigten Staaten vorstellen konnten.

„Be confident“ lautete Demetrius´ Ratschlag an die Schüler in der abschließenden Feedbackrunde, denn abgesehen von einzelnen Fehlern bezüglich der Zeitformen und Präpositionen konstatierten die drei Studenten erfreulicherweise ein insgesamt gutes Sprachniveau ihrer deutschen Konversationspartner.

Leider kann nicht jede interessierte Schule in den Genuss des Conversation Day kommen, da sich das Angebot des DAZ in Stuttgart mittlerweile herumgesprochen hat.  Umso erfreulicher war es deshalb, dass wir zu Jahresbeginn eine Zusage bekamen. Da das Angebot von der amerikanischen Botschaft finanziert wird, entstanden den Schülern glücklicherweise keinerlei Kosten. Sehr dankbar haben wir von dieser Aktion der Völkerverständigung profitiert und hoffen darauf, auch in Zukunft in den Genuss dieses Austausches zu kommen.

Wer sich nun nicht so sehr für die Geschichte des Basketballs aber stattdessen für die des Baseballs interessiert, kann im Moment eine Ausstellung des DAZ zum Thema “Baseball” besuchen.

Und  Schüler der achten Klasse, die z.B. für die zehnte Klasse einen einjährigen Aufenthalt in den USA planen, können sich bis Ende Oktober mit einer gehörigen Portion Confidence für das Byrnes-Stipendium bewerben. Denn auch dieses Jahr hat der Conversation Day bewiesen, dass Schüler von der deutsch-amerikanischen Völkerverständigung profitieren können. 

Julian Modro, J2