Kultur am JKG

Es ist gute Tradition am JKG, die Arbeit der Bereiche Musik, Kunst und Theater in Aufführungen vor der Schulgemeinschaft, aber auch außerhalb der Schule zu präsentieren: z.B. beim Stuttgarter Musikfest für Kinder und Jugendliche oder bei einer gemeinsamen Aufführung von Chor, Orchester und Theater im Kursaal Bad Cannstatt. Die Aufführungen werden in Probenphasen z.B. auf Schloss Kapfenburg vorbereitet.

 

Diese Worte aus Shakespeares „Hamlet“ treffen den Nagel auf den Kopf. Sobald wir mit anderen Menschen zusammen sind, steuern wir unser Handeln mehr oder weniger bewusst. Wir nehmen Rücksicht darauf, was unser Gegenüber von uns erwartet. Wir erfüllen Erwartungen, die an unser Verhalten gestellt werden. Manchmal enttäuschen wir diese Erwartungen. Das Verhalten der anderen interpretieren wir und richten unser Verhalten danach aus. Wir inter-agieren.

Selbst auf einer „richtigen“ Bühne zu stehen, ist dafür eine gute Übung. Schülerinnen und Schüler lernen beim Theaterspielen vieles: Sie üben sich in genauer Wahrnehmung des eigenen Körpers und in der genauen Beobachtung einer Situation. Sie agieren bewusst mit Körper und Stimme, aber auch durch ihre Position im Raum, ihre Bewegung, Kostüm oder Requisit. Sie interagieren, indem sie auf Spielangebote ihrer Mitspieler reagieren. Sie verbessern ihre Sprachkompetenz und ihre Sozialkompetenz. Durch die Auswahl entsprechender Stücke setzen sie sich mit aktuellen Themen und altersangemessenen Texten vertieft auseinander. Nicht zuletzt stärkt Theaterspielen das Selbstbewusstsein von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im wahrsten Sinne des Wortes: Selbst-Bewusstsein.

Das Johannes-Kepler-Gymnasium bietet mit der Theater-AG, dem Wahlkurs Literatur und Theater sowie Workshops wie beispielsweise am Schülersprechtag oder im Rahmen des Unterrichts viele Möglichkeiten zum Theaterspiel. Die seit dem Schuljahr 2019/2020 vertiefte Kooperation mit der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB), einem der Bildungspartner des JKG, ermöglicht es allen Schülerinnen und Schülern mindestens einmal im Jahr in ein Theaterstück zu gehen. Auch die Kontakte zum Jungen Ensemble Stuttgart (JES) sind eng, da die Theater-AG inzwischen schon zu den Stammgästen bei den Jugendtheatertagen drama im JES gehören.

Theater-AG

Die Theater-AG hat eine lange Tradition am Johannes-Kepler-Gymnasium. Ein Höhepunkt war in den Jahren 2016 und 2018 die Einladung zum Theaterfestival „drama“ am Jungen Ensemble Stuttgart. In diesem Schuljahr gibt es eine Unterstufen-Theater-AG (unter der Leitung von Doris Balos und Ira Himstedt) und eine Theater-AG der Mittelstufe, die von Julia Hezel geleitet wird.

Letzte Aufführungen:

2019      Das kalte Herz

2018      Another one bites the dust

2016      Traumstück

2015      Blausäure

2014      Abschiedsvorstellung

2013      Teppichvölker

2012      Sommernachtstraum

 

Wahlkurs Literatur und Theater

Den Wahlkurs Literatur und Theater können Schülerinnen und Schüler am Johannes-Kepler-Gymnasium seit dem Schuljahr 2007/2008 in der Kursstufe belegen, das heißt, seit es diesen Kurs an Schulen in Baden-Württemberg gibt. Er geht über zwei Jahre und kann mit einer Abiturprüfung abgeschlossen werden – im Schuljahr 2018/2019 zum zehnten Mal. Das wurde mit einem Treffen im Kurpark ausgiebig gefeiert.

Im ersten Jahr des Kurses geht es um die Grundlagen der Theaterarbeit von der Idee und vom Ausgangstext zur Aufführung. Den Höhepunkt des ersten Jahres bildet eine Aufführung, die der Kurs in Projektarbeit selbst vorbereitet und durchführt. Besonders beeindruckend war das Stück „Hänsel und Gretel – kein Märchen“, das in Zusammenarbeit mit dem Orchester im Juli 2016 im Cannstatter Kursaal aufgeführt wurde. Im zweiten Kursjahr kommt zur Praxis die geschichtliche und theoretische Reflexion hinzu. Vom antiken bis zum postdramatischen Theater werden alle möglichen Spielformen erprobt und verglichen. Auch Extraprojekte sind fest eingeplant wie etwa Theater im öffentlichen Raum. Vielleicht sind Ihnen die Spieler des Kurses schon einmal in der Cannstatter Innenstadt begegnet. Der aktuelle Kurs der Jahrgangsstufe II wird von Julia Hezel geleitet.

 

Aufführungen:

2019      Der Schein trügt

2018      Kathi Blum reloaded

2017      (Koop-Kurs an der Jörg-Ratgeb-Schule Neugeureut)

2016      Hänsel und Gretel – kein Märchen

2015      (Koop-Kurs an der Jörg-Ratgeb-Schule Neugeureut)

2014      A thing we call life

2013      (Koop-Kurs an der Jörg-Ratgeb-Schule Neugeureut)

2012      Kepler’s Alptraum

2011      Auf der Suche nach einer alten Dame

2011      Medeaprojekt

2010      Beziehungsweisen

2009      Peer Gynt

2009      Zapping Hamlet

2008      Carmen

Unterstützt werden die Spieler von der Technik-AG unter der Leitung von Arne Morgner. So oft wie möglich arbeiten die Theatergruppen mit dem Orchester unter der Leitung von Frau Trüdinger zusammen. Gemeinsam mit dem Orchester nehmen die Theatergruppen auch immer wieder an den Probenphasen auf Schloss Kapfenburg teil. Von diesen äußerst intensiven Arbeits- und Gruppenerlebnissen berichten Schülerinnen und Schüler noch lange nach dem Abitur mit leuchtenden Augen.

Bildungspartnerschaft mit der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB)

Schon seit einigen Jahren kooperiert das JKG mit der WLB. Seit 2015 wird der Theaterworkshop für die achten Klassen im Rahmen des Schülersprechtages von Theaterpädagoginnen aus Esslingen durchgeführt. Er hat drei Zielrichtungen: Erstens soll der Besuch einer Theateraufführung an der WLB vor- oder nachbereitet werden. Zweitens sollen einmal alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs die Gelegenheit zum Theaterspielen bekommen. Drittens soll durch diese Arbeit ihre Sozialkompetenz gestärkt werden, denn die bewusste Interaktion steht hier im Zentrum.

Seit 2017 sind die WLB und das JKG offiziell Bildungspartner. Im Rahmen eines Theaterbesuchs wurde die Kooperationsvereinbarung von Christian Klemmer, dem Schulleiter des JKG, und Friedrich Schirmer, dem Intendanten der WLB, feierlich unterzeichnet. Im Schuljahr 2019/2020 wurde die Kooperation noch einmal vertieft. Seit diesem Schuljahr gehen alle Schülerinnen und Schüler mindestens einmal im Jahr in ein Stück der WLB. Ein gemischtes Team aus WLB und JKG bereitet eine Auswahl an Theaterstücken vor und organisiert die Termine. Das einheitliche Eintrittsgeld wird am Beginn des Jahres mit dem Elternbeitrag eingesammelt. So wird kulturelle Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler noch fester im Schulleben verankert und gleichzeitig werden die Kollegen von einem Teil des organisatorischen Aufwands entlastet.


Artikel aus der Cannstatter Zeitung

Theater im Unterricht

Auch der Bildungsplan der sprachlichen Fächer und von Deutsch sieht Theaterspiel, die Lektüre von Theaterstücken und den Besuch von Inszenierungen im Theater vor. Meistens werden schon in Klasse 5 kleine Szenen im Deutschunterricht gespielt, die dann nicht selten bei einer Veranstaltung aufgeführt werden.

Schließlich ist Theater fester Bestandteil unseres Präventionskonzepts. Im Rahmen der Antimobbingwoche oder von Projekten wie Achtung?! (2019/2020) finden Aufführungen statt.

„Die ganze Welt ist eine Bühne. Und wir sind nur Schauspieler.“ Ganz stimmt das am Johannes-Kepler-Gymnasium doch nicht, denn unsere Schülerinnen und Schüler sind auch Regisseure, Intendanten, Bühnenbildner und Kritiker.

Ein eigenes Theaterstück zu entwickeln und es dann auch noch vor einem fachkundigen Publikum auf einer echten Theaterbühne zu zeigen, ist etwas ganz Großes.

Im Juni 2018 wurde diese Ehre den Schülerinnen und Schülern der Theater-AG zu Teil, die ihr selbst entwickeltes Stück "Another one bites the dust" bei den 34. Schultheatertagen ("Drama 34") präsentieren durften.
Damit gehörte unsere AG mit dem selbst gewählten Namen "Die Jugend von heute" zu einer von acht ausgewählten Schultheatergruppen aus dem Raum Stuttgart. Vom 11. bis zum 13. Juni erhielten 120 Theaterschaffende zwischen 11 und 18 Jahren aus verschiedenen Schulen und Schulformen beim Jungen Ensemble Stuttgart eine Plattform, ihre Stückentwicklungen und Performances zu zeigen und ihre Arbeit in innovativen künstlerischen Formaten zu reflektieren.
Die intensiven Theatertage begannen meist mit der Vorstellung eines Ensembles. Danach wurde in gemischten Gruppen jede Vorstellung in unterschiedlichen Formen aufgegriffen: Im Gesprächsformat reTALK diskutierte man über das Gesehene, im Spielformat rePLAY bekamen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Eindrücke und Lieblingsszenen (rück-)zuspielen. Dadurch konnte man das eigene Stück auf wertschätzende und kreative Weise noch einmal von einer anderen Seite aus betrachten. In einem Künstleratelier (reCREATE) wurden schließlich Triptychons mit verschiedenen Materialien gestaltet, die einerseits noch mal auf einer anderen Ebene das Gesehene reflektierten und andererseits der jeweiligen Gruppe als Erinnerung blieben.
Den Höhepunkt für unsere Gruppe stellte natürlich die Aufführung des eigenen Stückes auf der Bühne des FITZ Figurentheaters dar, zu der auch die Eltern eingeladen waren. Mit einem "eigenen" professionellen Bühnentechniker das Bühnenbild und die Beleuchtung herzurichten, war für die Regiseurinnen, Theater-AG-Leiterinnen und diesjährigen Abiturientinnen Johanna Müller und Celine Betz eine tolle Erfahrung. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Technik-AG des JKG konnten unsere Schauspielerinnen und Schauspieler ihr Bestes geben.
Und das kam beim Publikum an: Begeisterte Lacher, wenn Marek Hilgarth und Mihriban Sahan als Kommissar und Helferlein versuchten mit unterschiedlich ausgeprägter Fachkompetenz den Tod eines unsympathischen alten Herrn (gespielt von Ira Himstedt) zu lösen. Die Stimmung traditioneller Krimistücke heraufbeschwörend schöpften Helene Schumacher und Liltih Schenkenhofer als skuril putzende Hausmädchen, Jannis Meyer-Menk und Khanh An Vo als Gärtner mit Hintergedanken und Vorgeschichte, Melisssa Biskin als nobler Butler und Ziona Frimpong als Promi-Koch mit Youtube-Kanal aus dem Vollen. Rosa Paul und ihr zweites Ich Michelle Peege stellten als sympathisch-verwirrte Ehefrau bzw. Witwe des Mordopfers das Publikum vor Rätsel. Sabira Naventhan rundete mit Doris Balos das Krimi-Personal als genervt-skrupellose Ärztin ab.
Die Schülerinnen und Schüler blieben teilweise bis in den späten Abend hinein im JES, zusammengeschweißt mit den alten und neuen Schauspielkollegen, jede Vorstellung - unterschiedlich in Inhalt und Form - begeistert schauend und entdeckend. Auch noch Wochen später klingen diese drei Tage nach: sich mal drei Tage lang nur auf Theater zu konzentrieren, die eigene Komfortzone zu verlassen, Vertrauen in sich zu gewinnen und das eigene Selbstvertrauen zu stärken, zudem kritisch über die Welt nachzudenken-unersetzbare Erfahrungen, die unsere Schauspielerinnen und Schauspieler hier machen konnten und die hoffentlich noch lange nachwirken.

Julia Hezel

„Kathi Blum reloaded“ oder: Wieso können wir nicht einfach nett zu einander sein?

Der Kurs Literatur und Theater der Jahrgangsstufe 1 präsentierte am 20.7.2018 im Musiksaal des JKG das Ergebnis seiner Projektarbeit

„Ich bin eine ehrliche Frau. Ich habe meine Ehre.“ Kathi Blum, die an Heinrich Bölls Katharina Blum angelehnte Hauptfigur, differenziert verkörpert von Adriana Andjelikovic, behauptet sich und ihre Ehre bis zum Ende. Sie lässt sie sich nicht nehmen. Dabei scheint die ganze Welt sich gegen sie verschworen zu haben. Da sind beispielsweise Detective Kruel, von Schamuss Elfatlawi bewusst als Grenzgänger zwischen den Geschlechtern gespielt, oder die beiden einflussreichen Geschäftspartner und „Männerfreunde“ Lüding und Schreiner (Gerrit Günther und Fabian Holop). Sie alle halten Kathi für minderwertig, weil sie sich auf einer Party in den von der Polizei gesuchten Luis Ramires (Daniel Omari) verliebt. Diese Liaison wird vom bekennenden Trump-Fan, Sexisten, Chauvinisten und Journalisten Markus Schmitt, überzeugend verkörpert von Tim Grüner, in der Presse breitgetreten und zur Geschichte einer Prostituierten umgedichtet. Am Ende der so begonnenen Hexenjagd steht die Ermordung des wie ein Getriebener agierenden Schmitt durch Kathi Blum.

Unter der Regie von Schamuss Elfatlawi und Salina Weldemariam entstand in mehrmonatiger, eigenständiger Arbeit ein Stück, das nicht lustig war. Vielmehr blieb dem aufmerksamen Zuschauer das Lachen im Halse stecken, denn ihm wurde ein Spiegel vorgehalten. Wie gehen wir miteinander um? Sehen wir in unserem Gegenüber einen gleichberechtigten Menschen mit eigener, unverletzlicher Würde oder nur ein Mittel zum Zweck wie Markus Schmitt, der auch vor Lügen nicht zurückschreckt? Stempeln auch wir Menschen, die nicht unseren Vorstellungen von Normalität entsprechen, ab wie Detektive Kruel? Schließlich führen uns die 15 Schülerinnen und Schüler des Kurses die Macht des Gerüchts vor Augen. In Bölls Vorlage und im Stück ist es die ZEITUNG, welche das Netz aus falschen Behauptungen spannt, in dem sich Kathi am Ende verfängt. Es wird jedoch überdeutlich, dass die zerstörerische Dynamik übler Nachrede nicht vom Medium abhängt. Was hier mit dem Zeitungsartikel eines verzweifelten und zynischen Redakteurs beginnt, beginnt heute in der Regel mit einem Post in einem sozialen Netzwerk. Auf eine solche Aktualisierung mit dem Zeigefinger verzichtete das Dramaturgieteam (Hatice Özkul, Laureta Nrecaj und Pia Frick) weise. So konnte das Bühnenbild von Cansu Teke, Dima Muqbel und Gerrit Günther, bestehend aus drei mit Zeitungsseiten beklebten Wänden, die Kathi buchstäblich immer mehr einengten, seine ganze Wirkung entfalten.

Zwei Mal spielte die Gruppe das Stück: eine vollbesetzte Schülervorstellung am Vormittag mit gefesseltem Publikum und eine leider nicht ganz so gut besuchte Abendvorstellung. Die Akteure vor und hinter den Kulissen hätten auch abends einen voll besetzten Saal verdient, denn ihre Leistung war in jeglicher Hinsicht bemerkenswert.

(Tobias Krämer, Lehrer des Kurses Literatur und Theater)

TRAUMTHEATER im „Kepler“, Freitag, 22. Januar 2016, 20 Uhr: volle zehn Minuten Applaus des Publikums, die Schauspieler verbeugen sich, Arme schwingen nach oben, viele „Vorhänge“! Der Musiksaal ist zum Theater geworden und voll besetzt. 17 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs bis zehn spielen vor geschätzt 100 Zuschauern ihr selbst geschriebenes Theaterstück.
Lag es an den Szenen, entstanden aus Gesprächen über Träume und Albträume, Wünsche und Ängste, elektronische Medien, Nachrichten von Flucht und Terrorismus? Waren es die Leistungen der Schauspieler, die uns Zuschauer so begeistert haben? War es der zu den Szenen passende Sound, das Bühnenbild, die präzise Ton- und Lichttechnik? Oder die Harfenmusik, mit der eine Schülerin zum Träumen eingeladen hat? Was war wichtig, was entscheidend? Antwort: Nichts allein, alles zusammen!

Den Zuschauern zeigen, was die Schülerinnen und Schüler gerade beschäftigt - das war das Ziel dieses Traum-Projekts der Theater-AG unter der Leitung von Frau Hezel.

Wenn eine ungeduldige Mutter ihr Kind mit einer lieblos kurzen Gute-Nacht-Geschichte ins Bett bringt und mit der Mahnung schließt, auf die Monster unterm Bett zu achten, muss man als Zuschauer herzlich lachen - und entdeckt sich vielleicht auch ein bisschen selbst darin? Bis einem - oh Schreck - das Lachen dann doch vergeht, wenn diese Monster tatsächlich lebendig werden.

Wir fühlen mit, wenn ein Mädchen vor lauter Panik vor der vergessenen Mathearbeit fast durchdreht oder eine abendliche Geschichte derartig spannend ist, dass die Geschichte zum Traum und man selbst Teil des Ganzen wird. Das Berufsziel Internetstar wird in einer anderen Szene in Karikatur des Phänomens allseitiger Verkündigung abstruser Inhalte, Ziele und „sensationeller“ Produkte in Frage gestellt: Schule ohne Klassenarbeiten, Abitur für alle, grandiose Make-up-Tipps? Jessy erzählt ihrer Follower-Gemeinde auf Youtube eigentlich alles, was ihr so einfällt. Das kommt ganz gut an: „Jessy, Du bist für unsere Zeitschrift ´Rumms´ die Stimme deiner Generation.“ Für einen Tag. Der nächste „Star“ ist schon im „Aufwind“ – vor der Windstille.

In einer anderen Szene setzt sich das Ensemble mit den aktuellen Fragen der Flucht von Millionen Schutzsuchenden aus Kriegs- und Krisengebieten auseinander. Wie die ständig neuen Schlagzeilen auf uns einprasseln und was sie mit unseren Schülern machen, zeigen die Schauspieler, indem sie uns mitten in einen WhatsApp-Chat entführen. Alltag für Kinder und Erwachsene, der einem schon mal einen Angsttraum bescheren kann. Ein alltägliches Bild zeigt sich auch im Traum der letzten Szene: Uniform starren alle Passagiere der Straßenbahn in ihre Handys. Doch dann: Netzstörung! Was kann das bloß sein? Die Leute in der Bahn wundern sich, zwei sprechen direkt miteinander, andere fangen an zu lachen, alle schauen sich freundlich lächelnd um, sprechen spontan direkt miteinander, lachen. So geht es also auch!

So schließt das Traumtheater mit dem herzlichen Lachen der Schauspielerinnen und Schauspieler und lässt uns Zuschauer beschwingt, aber auch nachdenklich zurück.
Die gewinnenden Worte von Herrn Nieter nach Applaus und Freude des Ensembles zum guten Gelingen sind die Anerkennung dieser besonderen Team-Leistung mit Facetten aus Familie, Schule, Gesellschaft und Welt.