Seniors EuOpen 2011

Seit 2003 besteht für Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums ab der siebten Klassen die Möglichkeit, ihr Interesse am geregelten Diskutieren und an der englischen Sprache auszuleben und ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Was ist Debating ?

Im Debattieren werden Themen von zwei Seiten argumentiert. Das Johannes-Kepler-Gymnasium debattiert im World School Debating Format. Im WSD-Format debattieren zwei Teams, bestehend aus je 3 Sprechern, Themen welche hauptsächlich aus den Bereichen: Technologischer Fortschritt, Soziale Gerechtigkeit, Weltpolitik, Kultur und Sport stammen. Eines der Teams repräsentieren hierbei die Regierung (Proposition/Government), das andere die Opposition.

Wie sind die Debatten aufgebaut?

EurOpen Final 2011 Der erste Sprecher der Proposition definiert das Thema, stellt die Verteilung der Argumente der Regierung auf die einzelnen Sprecher vor (Teamline), führt in das Thema ein und entfaltet die ihm zugewiesenen Argumente.

Der erste Sprecher der Opposition nimmt Stellung zur Definition der Proposition, widerlegt einzelne vorgebrachte Positionen, stellt die Teamline der Opposition vor und entwickelt deren Argumente.

Die zweiten Sprecher widerlegen ebenfalls einige der vorgebrachten Argumente der Gegner und vertiefen die Positionen ihrer jeweiligen Partei.

Die dritten Sprecher konzentrieren sich nur mehr auf das Widerlegen der Positionen der Gegenpartei (Rebuttal), um schließlich ihre Rede mit dem Hervorheben der Standpunkte ihrer Seite zu schließen.​

Abgeschlossen wird die Debatte mit einem Schlussplädoyer (Reply Speech), wobei der Sprecher der Opposition beginnt. Hier werden die Positionen beider Seiten gegeneinander gestellt und noch einmal kurz begründet, warum die eigene Seite gewonnen hat.

Die Redezeit beträgt für die einzelnen Sprecher in der Senior League jeweils acht Minuten, in der Junior League sechs Minuten, das Schlussplädoyer vier bzw. drei Minuten. Die Reden können jeweils, außer in der ersten und in der Schlussminute, durch Zwischenrufe der Gegenpartei (Points of Information) unterbrochen werden. Während des Schlussplädoyers sind keine Zwischenrufe erlaubt.

Drei Wertungsrichter (Judges) beurteilen die Reden der Sprecher nach Stil, Inhalt und Strategie, d. h. wie die Mannschaft als Team zusammenarbeitet​.

Warum Debater werden?

Germans 2012

Als Debater setzt man sich intensiv mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander, dies gibt einem unbewusst eine bessere Allgemeinbildung. Außerdem lehrt es einen seine eigenen Meinungen zu durchdenken und überzeugend zu repräsentieren. Darüber hinaus ist man auch gezwungen, Argumente und Überzeugungen zu präsentieren, die man selber nicht vertritt, dies erlaubt einem sämtliche Meinungsverschiedenheiten im Leben aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten und zu verstehen, wie das Gegenüber zu ihrer Überzeugung kommt.

An welchen Wettkämpfen nimmt das JKG teil? 

Das Johannes-Kepler-Gymnasium ist als Schulteam in der Senior League und Junior League South Germany vertreten. Auch an den deutschen Meisterschaften (GSDC) nimmt das JKG teil und hat diese 2017 als bestes Junior League Team gewonnen. Außerdem nehmen einzelne Schüler auch mit der deutschen Mannschaft an internationalen Wettkämpfen, wie zum Beispiel den EurOpen oder Winter Holiday Open Wettkämpfen teil.

(2019 - Marco J. Heim)

Vom 12.12. bis zum 16.12. war Marco Heim wieder mit der deutschen Debate Nationalmannschaft auf einem Turnier, dieses Mal das ,,Winter Holidays Open’’-Turnier in Zagreb, Kroatien. Am ersten Turniertag hat er mit seinem Team gegen zwei ungarische Teams über russische Sanktionen debattiert und gewonnen. Am zweiten Tag wurden die vier verbleibenden Vorrunden abgehalten. Die dritte zum Thema der Altenpflege im Westen gewannen sie gegen ein kroatisches Team. Die vierte Runde über die bewusste Entscheidung als junger Mensch Single zu sein gewannen sie ebenfalls, diese gegen ein Team aus Slowenien. Runde 5 war die einzige Vorrunde, die von seinem Team verloren wurde, diese war zum Thema der Einführung von einem Ablaufdatum für Grundeigentum und wurde gegen eines der amerikanischen Teams abgehalten. Die sechste und letzte Vorrunde welche vom selben Thema handelte, gewann sein Team gegen ein weiteres slowenisches Team. Am selben Abend wurde verkündet welche Teams in die Achtelfinale weiterziehen. Unter diesen waren beide deutschen Teams. Am letzten Tag des Wettkampfes stand das Team einem rumänischen Team gegenüber, mit welchem sie debattierten, ob ehemalige kolonial Mächte dazu verpflichtet sind ihre Grenzen für Bürger ihrer ehemaligen Kolonien zu öffnen. Diese gewann das Team und qualifizierte sich somit für das Viertelfinale welches sie gegen das Singapur Team, welches im Endeffekt den Wettkampf gewann, zu der Frage, ob eine Welt ohne Angst vor dem Tod vorzuziehen wäre verloren. In der Endbilanz hat die deutsche Delegation sehr gut abgeschnitten, sie haben als erste deutsche Teams seit mehreren Jahren eine Ausscheidungsrunde gewonnen und sind mit allen 10 Sprechern in den Top 100 (Marco Heim auf dem 80. Platz).

Im November hat endlich wieder die Debating Saison angefangen. Wie immer hat das JKG auch dieses Jahr wieder mit seinem eigenen Schulteam an der Senior League South Germany, teilgenommen und beide Runden des ersten Wettkampftages einstimmig gewonnen.

Außerdem hat sich Marco Heim (10a) als erster Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums seit 2013 für die deutsche National Delegation qualifiziert. Vom 14. bis zum 19. November war er mit einem der drei deutschen Teams beim internationalen EurOpen-Wettkampf in Hamburg. Dort diskutierte er mit Teams aus Kanada, Indonesien, den Niederlanden und vielen anderen Ländern über Themen wie der Verstaatlichung von Energiekonzernen für den Umweltschutz oder einem Verbot von politischer Werbung auf sozialen Medien. Leider ist sein Team in den Vorrunden ausgeschieden, die zwei anderen deutschen Teams haben es jedoch in das Achtelfinale geschafft, wo sie jeweils von einem amerikanischen Team besiegt wurden.