Bedauerlicherweise war die Württembergische Landesbühne in Esslingen (WLB) am Mittwoch, den 25.10.2017, wegen Läusebefall gesperrt. Das erzählte jedenfalls die Pauligang, die Erzfeinde der Kurzhosengang. Sie wollten nämlich die Bühne endlich mal für sich haben und die Geschichte von der Gründung ihrer Stadt Okkerville und vom verschwundenen Totem, das ewiges Leben verleihen sollte, aus ihrer Sicht erzählen. Glücklicherweise ließen sich die vier Jungs von der Kurzhosengang, Island, Snickers, Rudolpho und Zement, nicht hereinlegen, so dass nach spannenden und turbulenten 70 Minuten das Totem wieder in Okkerville war und Paulis und Kurzhosen sogar Frieden schlossen.

Natürlich gab es nicht wirklich Läuse im Theater. Auch wurden Pauli 1, 2, 4 und 5 von den gleichen Schauspielern gespielt wie Zement und seine Freunde. Eine Sonnenbrille machte aus Rudolpho dann auch noch die alte Laroux oder der Waschbärschwanz einer Trappermütze aus Island seinen Vater. Nicht einmal das Sofa auf der Bühne blieb einfach nur ein Sofa. Mal war es ein Bett, mal ein Auto und mal ein Gebüsch. Tatsächlich erlebten die 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a Jugendtheater vom Feinsten. Die Inszenierung der WLB stand Zoran Drvenkars Roman „Die Kurzhosengang – Das Totem von Okkerville“ in nichts nach. Entsprechend laut und lang war der Applaus.

Nun hatte dieser Theaterbesuch noch einen zusätzlichen, erfreulichen Anlass. Im Anschluss an die Vorstellung traten nämlich Herr Klemmer, unser Schulleiter, auf die Bühne und Herr Schirmer, der Intendant des Theaters („eine Art Zirkusdirektor“, wie er selbst sagte). In einem feierlichen Akt wurde dann die Kooperationsvereinbarung zwischen der WLB und dem JKG unterzeichnet. Das war ein besonderes Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler. Die Cannstatter Zeitung berichtet darüber. Damit hat das JKG neben der BW-Bank und dem evangelischen Verein auch einen Bildungspartner aus dem kulturellen Bereich.

Kern dieser Bildungspartnerschaft ist der Theaterworkshop für die achten Klassen, den die Theaterpädagoginnen der WLB am jährlichen Schülersprechtag – in diesem Jahr am 22.11.2017 – durchführen. Dieses Schuljahr werden die achten Klassen am 7.11.2017 das Stück „Das Tagebuch der Anne Frank“ besuchen und im Rahmen des Schülersprechtages nachbereiten. Eine Vertiefung der Partnerschaft durch Praktika am Theater oder Theaterprojekte und Fortbildungen an der Schule und mit Schülern ist von beiden Seiten ausdrücklich erwünscht. Lassen wir uns überraschen.

Die Stadt Stuttgart hat dem JKG eine 50% Stelle für Schulsozialarbeit zugesprochen. Als Träger wurde das Evangelische Jugendwerk ausgewählt, mit dem das JKG eng zusammenarbeitet.

Zu den Aufgaben der Schulsozialarbeit zählt hauptsächlich die Einzelberatung, Begleitung und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern. Auch Eltern und Lehrkräfte können diese Beratung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus gehören sozialpädagogische Gruppenarbeiten und Projekte mit Klassen zu den Angeboten, mit dem Ziel, soziale Kompetenzen zu fördern und individuelle Fähigkeiten zu stärken.

 

 

Eng kooperiert wird mit dem ZEBRA (Zentrum der Evangelischen Jugend in Bad Cannstatt im Ludwig-Raiser-Haus). Viele SchülerInnen des JKG gehen regelmäßig ins Schülercafé, einzelne Schulklassen besuchen den Hochseilgarten, einige Unterrichtstunden können thematisch ins Zebra verlagert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns sehr, dass wir am Donnerstag 24. Mai 2016 mit der BW-Bank und dem Evangelischen Verein Bad Cannstatt unsere ersten beiden Bildungspartnerschaften abschließen konnten! So können wir nun unseren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zur Berufsorientierung und Praktika im Finanzdienstleistungssektor, im kaufmännischen und im sozialen Bereich anbieten.
Geplant sind außerdem Maßnahmen beim Bewerbungstraining sowie gegenseitige Besuche in den jeweiligen Einrichtungen, die in vielfältiger Form an Unterrichtsinhalte verknüpft sind. Wir erhoffen uns so eine gegenseitige Unterstützung für unsere Schülerinnen und Schüler und eine langfristige Fortsetzung der bereits bestehenden sehr guten Zusammenarbeit!

Artikel der Stuttgarter Zeitung

„Hier wird Bildung nicht in dicken Büchern transportiert, sondern in Interaktion, in Beteiligung, in Teilhabe und Überzeugungskraft.“

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

  "Dialog macht Schule" setzt sich für eine Demokratie ein, in der alle gesellschaftlichen Gruppen, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, die Gesellschaft und Politik mitgestalten können. Diesem Selbstverständnis folgend, wollen wir Schulen dabei unterstützen, den Anforderungen einer immer vielfältiger werdenden Schülerschaft gerecht zu werden. Schüler*innen sollen in ihrer demokratischen Bewusstseinsbildung gefördert werden und sich zu selbstbestimmen Persönlichkeiten entwickeln, die geleitet von ihren Stärken für sich und andere Verantwortung übernehmen.