Wunderbares Konzert im Kleinen Kursaal: Von New York bis Hollywood.

 

Kurz vor Ende des zurückliegenden Schuljahres präsentierten Chor, Orchester und Technik-AG unserer Schule unter anderem Songs aus Musicals und berühmte Filmmelodien mit live geschnittener visueller Begleitung.

Das diesjährige Chorprogramm unter der Leitung von Daniela Boettcher-Mayr war eine bunte Mischung aus bekannten Pop- und Musicalsongs. Der Chor eröffnete das Konzert mit dem Hit „Try“ von Pink, gefolgt von „Lost boy“ von Ruth B, solistisch sehr gefühlvoll gesungen von Daria Kobas, am Klavier begleitet von Natalie Berndt. Das nächste Stück, „Silhouette“ war ein eher unbekanntes Stück von Leonard Bernstein, das mit seinen Staccato- und Legatotönen sowie schnellen Taktwechseln sehr sicher von Johanna Müller vorgetragen wurde. Anschließend folgte „A night like this“ von Caro Emerald, das mit seinem eingehenden Rhythmus sofort für gute Laune sorgte und zum Mitwippen einlud. „Every story ist a love story“ von Elton John wurde von unserer ehemaligen Schülerin Lena Schaal sehr einfühlsam vorgetragen. Die nächsten beiden Stücke waren aus dem Musical-Genre ausgesucht. Lotta Stauß und Alessio Cozza sangen sehr eindrucksvoll die Personen Christine und Raoul in dem Song „Think of me“ aus dem Phantom der Oper. Unvergessen der hohe Sopranton von Lotta Stauß am Ende des Stücks, für den es von den Zuschauern viel Beifall gab. 

Den Höhepunkt bildete ein Medley aus dem bekannten Musical „West-Side-Story“, in dem der Chor auch schwierige Passagen sehr intonationssicher sang und mit viel Schwung und Freude am Singen sein Können zeigen konnte. Der Chor und die Solisten wurden hervorragend von Diana Starovoit aus Sankt Petersburg am Klavier begleitet Zum Schluss bekamen alle Musiker einen großen und langanhaltenden Applaus.

Nach einer Pause, die viele für eine kleine Erfrischung an diesem hochsommerlich-feuchtheißen Abend nutzten, nahm das Orchester unter der Leitung von Anna Trüdinger das Publikum mit auf ein musikalisches Abenteuer, das ganz unter dem Motto „Einmal kurz die Welt retten … vor dem Bösen, den Schurken und den Zauberern“ stand. Diese Reise, elegant und souverän moderiert von Tim F. Grüner, entwickelte sich im Verlauf des Abends zu einem wahren akustisch-visuellen Glanzstück, indem sie das Publikum, egal welchen Alters, entführte in eine für die meisten wohl bekannte Filmwelt aus den Bereichen Science Fiction, Fantasy und Action. So konnte man in eine Zeitmaschine einsteigen und an der Seite von Marty Mc Fly die spektakuläre und aufregende Zeitreise von 1885-2015, also sozusagen „Zurück in die Zukunft“, miterleben; den smarten James Bond, den Geheimagenten im Dienste ihrer Majestät, auf seiner Jagd nach Dr. No und den wunderschönen Bondgirls begleiten und Bonds amerikanischen Agentenkollegen auf seiner „Mission: Impossible“ dank der mitreißenden Musik und der eindrucksvollen Bilder rennen, springen, kämpfen und fliegen sowohl hören als auch sehen. Bei so viel Action im Saal und auf der Leinwand durfte natürlich auch der Rosarote Panther nicht fehlen, dessen Titelmelodie von Henry Mancini aus dem Jahr 1963 weltberühmt ist. Für die Jüngeren im Publikum stellten sicherlich die im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaften Melodien aus den Verfilmungen der Harry Potter-Romane den Höhepunkt der Orchestermusik dar. „Hedwig‘s Theme“, die Hauptmelodie der Filmreihe, nahm einen mit in die Zauberschule Hogwarts zu Harry und seinen Freunden Ron und Hermine und deren magischen Abenteuern. Die gezeigten Filmausschnitte waren dabei perfekt auf das musikalische Feuerwerk des Orchesters abgestimmt und, teilweise in Zeitlupe präsentiert, erzeugten eine Spannung, die einem einen Schauder über den Rücken jagte. Was aber wäre ein Abenteuer im Kampf gegen den Rest der Welt ohne den einen, den einen Ring! Die tapferen Gefährten bestehend aus Hobbits, Elben, Zwergen und Menschen im Kampf gegen den dunklen Herrscher Sauron und dessen grauenvollen Helfer … wann je hat uns eine Filmmusik intensiver in eine fiktive Welt gezogen? Und dass dies für das Publikum möglich, ja erlebbar wurde, dafür gebührt allen mitwirkendenden Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Frau Trüdinger und Frau Anna Kaufmann sowie der Technik-AG von Arne Morgner allergrößter Respekt und Dank für diese wieder einmal großartige musikalische Darbietung! Soviel ist klar: das nächste Sommerkonzert darf auf keinen Fall verpasst werden!

D. Boettcher-Mayr, S. Gilbert