Am ersten Tag warteten die ersten Kinder schon um 9:00 Uhr in der Bahnhofshalle. Sie warteten mit großen und mit kleinen Koffern und Trolleys darauf, dass es endlich losgeht. Aber es dauerte und dauerte. Um 9:27 Uhr waren alle da und es ging los.
Wir stiegen in die überfüllte Regionalbahn nach Metzingen und fuhren etwa eine halbe Stunde. Man fuhr mit der Deutschen Bahn, war somit ein wenig verspätet und hatte gerade einmal 2 Minuten Zeit zum Umsteigen. Wir erreichten den Zug nach Bad Urach noch pünktlich und wieder war es ziemlich eng. Endlich kam die ersehnte Ansage: „Nächster Halt Bad Urach Ermstalklinik. Ausstieg in Fahrtrichtung links.“
Nun waren wir da und freuten uns auf die Jugendherberge. Doch wir stellten nur unsere Koffer ab und stiegen in einen Bus. Es war ein doppelstöckiger Bus, so saßen manche Kinder über dem Busfahrer und hatten eine prima Aussicht. Wir fuhren auf der Landstraße und auf kleinen Wegen in Richtung Schertelshöhle.
Am Höhleneingang erwartete uns ein netter Mann. Alle durften ihre Rucksäcke für den Höhlenbesuch draußen abstellen. Wir betraten die Höhle. Es gab viele rutschige Stufen, die ins Dunkle hinunterführten. Zum Glück hatten wir unsere Taschenlampen dabei. Wir gingen am „Kuhloch“ vorbei. Manche von uns fanden Schnecken, die sie nach draußen mitnahmen, denn in der Höhle hatten sie keine Überlebenschance.
Der Höhlenführer erklärte uns viel über Tropfsteine. Schließlich machte er das Licht aus und bat uns leise zu sein. Auch wir sollten unsere Taschenlampen löschen. Wenn man ganz leise in einer Höhle ist, kann man sie „atmen“ hören. Leider klappte dies bei uns nicht. Danach verließen wir die Höhle und wanderten zur nächsten. Fast alle fanden das ziemlich anstrengend.
Als wir endlich da waren, kletterte aber nur die Hälfte der Klasse in die Höhle hinein. Die anderen wollten nicht. Nach dem Eingang kletterten wir ein kleines Stück hinab. Im Anschluss ging es in einer Spirale nach unten und es musste noch ein kleines Stück Weg überwunden werden. Dort, zwischen einem Loch und dem Albtrauf, erklärte uns Frau Merz etwas über das Gestein der Schwäbischen Alb. Wir machten einen Versuch mit Salzsäure. Dabei wurden wir Zeugen, wie ein Kalkstein von Salzsäure zersetzt wurde.
Wir verließen auch diese Höhle und liefen den Berg hinab zum Bus. Am Bus angekommen, stiegen wir ein und fuhren in die Jugendherberge. Endlich am Ziel, durften wir auf die Zimmer und der Kampf mit dem Bettzeug begann. Besonders die Decken ließen sich nicht beziehen. Doch als der Bettengott Henrik hereinkam, ließ sich auch die widerspenstigste Bettdecke beziehen. Zur Belohnung wurde gleich danach der Süßigkeitenautomat geplündert. Anschließend gab es Abendessen im großen Speisesaal. Gut gesättigt durften wir noch eine Weile draußen spielen.
Vor dem zu Bett gehen duschten wir und putzen unsere Zähne. Schon lagen wir in den Betten lasen oder redeten. Aus manchen Zimmern hörte man Klopfzeichen. Ärgerlich, wenn man ungestört lesen wollte.
Irgendwann wurde es still, da die Lehrer und Lehrerinnen auf den Gängen patrouillierten.
Jetzt wurde nur noch gelesen, geflüstert und in den Heftchen von Bad Urach gearbeitet. Gegen 22:00 Uhr ging auch in dem letzten Jungenzimmer das Licht aus. Alle schliefen!

Am zweiten Tag unserer Klassenfahrt in Bad Urach, sind wir als erstes (ca. 1 1/2 Std.) zum Uracher Wasserfall gewandert. Dabei hatten einige von uns ziemlich gute Ideen. Zum Beispiel unsere Rucksäcke (nur ca. 5-7), denn für mehr war (leider) kein Platz an einen langen, stabilen Ast zu hängen und ihn (den Ast) auf den Schultern zu tragen. Während der Wanderung machten wir immer wieder kleine Pausen (max. 5 min ). Während einer Pause haben wir mit Frau Merz an einem Baumstumpf besprochen, wie wir Himmelsrichtungen bestimmen können. Außerdem besprachen wir (nicht am Baumstumpf) die Schichtstufen der Schwäbischen Alb. Als wir dann über dem Wasserfall standen, gingen alle unterschiedlichen Beschäftigungen nach. Die einen bauten einen Staudamm, während die anderen z.B. Fangen spielten oder mit Frau Bayer und ca. der Hälfte der Klasse ein Spiel spielten. Nach ca. 2-3 Stunden wanderten wir zurück zur Jugendherberge. Dort hatten wir einige Stunden Zeit, um zu machen, was wir wollten. Zum Beispiel spielten einige Fußball, wo sich allerdings ein paar leicht verletzten und wenige auch schwer (Pascal brach sich zwei Finger). Dann wurde es dunkel. Viele von uns spielten Tischtennis. Manche gingen aber auch auf den dunklen Fußballplatz und spielten mit ihren Taschenlampen. Dann hatten wir eine Besprechung in der Disco und wählten aus, wer bei der Nachtwanderung (die ca. 1-2 Std. dauerte), die Fackeln tragen durften. Die Glücklichen waren: Matti , Polyxeni , Raymond und Kira.
Während der Nachtwanderung hatten (die meisten) viel Spaß. Theo erzählte uns außerdem die (coole) Geschichte „das Bein“, die vielen sicherlich den Schlaf raubte. Danach war leider Bettruhe. Das war der zweite Tag.

Am Morgen des letzten Tags standen wir wieder zeitig auf, um unsere Zimmer abreisefertig zu machen, sprich: Betten abziehen, das Zimmer kehren, unsere Koffer packen und im Zimmer aufräumen. Danach traten alle Schüler zum Frühstück an. Als das Essen beendet wurde, konnten wir die verbliebende Zeit nutzen, um das Zimmer weiter auf zu räumen.
Nachdem alle fertig waren, unternahm Frau Bayer eine Zimmerinspektion. Die Zeit nach der Inspektion konnten wir uns selbstständig beschäftigen, allerdings das nur ein paar Minuten, denn wir brachen danach schon zu der letzten Wanderung auf. Unser Ziel war die Burgruine Hohen Urach. Also holten wir unsere Rucksäcke und wir zählten uns mit den angewiesenen Nummern durch. Als das geschafft war, konnten wir endlich loslaufen. Unsere Lehrer führten uns über einen Weg in den Wald hinein. Wir liefen eine Weile in dem schattigen Grün fast nur geradeaus. Doch als Frau Merz klar wurde, dass wir ein wenig zulange eine gerade Strecke liefen, studierte sie ihre Karte genau und bemerkte, dass sie eine Abzweigung übersehen hatte. Sie teilte uns das mit und wir liefen zurück in die Richtung, aus der wir gekommen waren. Tatsächlich, wir entdeckten einen ziemlich steilen Pfad der zu der Bergspitze führte. Als alle Schüler das sahen, ging ein Murren durch die Klasse - auf so etwas hatten sie sich nicht vorbereitet. Aber es nützte nichts, wir mussten da hoch! Also schleppten wir uns mühsam den Pfad hinauf. Als wir oben angekommen sind, erwartete uns ein kleiner kopfsteingepflasterter Weg. Alle gingen ihn hinauf und einen Moment später standen wir vor der Burgruine Hohen Urach. Die Schüler, die vorne gegangen waren, hatten noch Zeit ihre Rucksäcke abzunehmen und auf ihre langsameren Mitschüler zu warten. In der Zeit, bis auch die Letzten da waren, entdeckte Lenni an seinem Fuß eine Wunde, die sofort von den Lehrern desinfiziert wurde. Nach dem alles geschafft war, durften wir die Ruine besichtigen. Viele erkundeten die alte Burg, andere vergnügten sich, in dem sie Süßigkeiten aßen. Leider konnten wir nicht lange dableiben. Schon nach etwa einer viertel Stunde mussten alle gehen. Auf dem Rückweg zur Jugendherberge liefen wir nicht den steilen Weg nach unten, sondern einen flacheren und längeren Weg. Zur Freude mancher Schüler durften wir, als die Jugendherberge erreicht war, tun und lassen was wir wollten. Die meisten Jungs aus der 5c spielten Tischtennis. Doch auch diese Zeit ging zu Ende und die Lehrer mahnten uns jetzt die Koffer zu holen. Kurz danach war es Zeit in Richtung S-Bahn zu gehen. An der S-Bahn angekommen hatten wir noch Zeit über alles zu reden, Spiele zu spielen oder einfach auf die Bahn zu warten. Aber bald kam die Bahn und wir stiegen in den Zug ein. In dem Zug konnte man Karten spielen, sich unterhalten und etwas lesen. Nach einer Weile stiegen wir in Metzingen um. Als die Fahrt weiter ging nahm jeder wieder seine Aktivitäten auf. Und nach einer Fahrt von Metzingen nach Bad Cannstatt sahen wir nach drei schönen Tagen wieder unsere Eltern.

 

 

 

 


Julius, Emil & Henrik (Klasse 5c)

Florenz ist nicht nur Hauptstadt der Toskana. Sie ist auch Welthauptstadt der Kunst und ehemalige Heimat zahlreicher Künstler, Philosophen und Wissenschaftler wie z. B. Dante, Alighieri, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Sandro Botticelli, Galileo Galilei wie auch der Medici, den Begründer des Bank- und Versicherungswesens in Europa. Kein Wunder also ist sie eine der bedeutendsten Kulturmetropolen weltweit.
Mit ihren zahllosen Bauwerken, Museen und Gemäldegalerien gibt es für jedermann etwas zu finden. Für Kulturinteressierte eine fundierte Grundlage, sich in dieser wundervollen Stadt pudelwohl zu fühlen.
 
Dies taten zweifelsohne auch die Florentiner der Jahrgangsstufe 2, die mit Herrn Krämer und Herrn Cavadini nicht nur ein vortreffliches Aufsichtspersonal, sondern auch unvergleichliche enzyklopädische Reisebegleitung hatten.
 
So war unsere einwöchige Reise nicht nur mit Bildung im Rahmen von Kirchen- und Kathedralen, Museen- und Palastbesuchen, wie z.B. der Basilika Santa Croce oder den Uffizien gefüllt. Der angefüllte Zeitplan ließ auch die italienische Küche und Szenerie und ihren Shopping-Gelegenheiten nicht zu kurz kommen. Im Zusammenspiel mit dem sehr guten Wetter (T-Shirts und Sonnenbrillen fanden so auch mal Ende Oktober ihren Nutzen) wurden alle Stunden des Tages gebraucht, um sich vom Angebot an Aktivitäten nicht überfordern zu lassen. 
 
Dabei blieb die Reise bis zum Ende genauso unvergesslich, wie sie auch begonnen hatte. Demonstrativ schließe ich mit ein paar meiner Lieblingseindrücke:
 
- Ankunft an der Stazione Firenze Santa Maria Novella noch vor Sonnenaufgang und in leichter Kleidung
 
- die italienische Messe in genau dieser Kleidung, die uns zu dem Zeitpunkt schon seit 24 Stunden (auch als Schlafanzug) diente
 
- der atemberaubende Ausblick vom Dach des Doms, der viertgrößten Kirche Europas auf unzählige Dächer, den Fluss und die Berge
 
- die nächtlichen Konversationen mit Amerikanern, Belgiern oder Italienern draußen oder im Irish Pub
 
- die lebhaften Einkaufgassen bei Nacht mit ihren Straßenkünstlern und den unterschiedlichen Essensgerüchen
 
- die zweistündige Wanderung von den Bergen in die Stadt zu unserem Hotel
 
- Die 13-stündige An- und Abfahrt im Nachtzug mit Sechserzimmern auf gefühlten vier Quadratmetern (eine einmalige Erfahrung und Abenteuer an sich)
 
Pia Frick, J2

Am Samstag, den 20.10.2018, ging die Sportstudienfahrt zum Stubaier Gletscher los. Am frühen Samstagmorgen trafen wir uns, neun Schüler und zwei Lehrer, am Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Zugfahrt war sehr entspannt, und nach einem kurzen Aufenthalt in Innsbruck ging es dann mit dem Bus zu unseren Ferienwohnungen im Stubaital. Nach kurzem Beziehen der Wohnungen ging es für den Großteil der Gruppe zunächst einmal zum Skiverleih im Schallerhof. 

Am nächsten Tag ging es morgens endlich auf die eisigen Pisten des Stubaier Gletschers. Trotz der dürftigen Schneebedingungen und nur drei befahrbaren Pisten, absolvierten die Anfänger ihren ersten Tag auf Skiern mit den Lehrern. Die Erfahrenen konnten von Anfang an selbständig die verfügbaren Pisten befahren. Das Wetter war den ganzen Tag optimal. Ende des ersten Tages konnten die ersten Anfänger bereits die Piste „runterrutschen“ und erste Schleppliftfahrten für sich verbuchen.

Am Montag machten die Fortgeschrittenen sich mit Herr Steffen früh auf, um die erste Bergfahrt und die frisch präparierten Pisten auszunutzen. Wie jeden Tag trafen wir uns um 12 Uhr zum Vespern und danach versuchten sich die meisten Anfänger in ihrer ersten vollständigen Abfahrt. Beim Abendessen durften wir frei entscheiden, ob entweder in der vorhandenen Küche gekocht wird oder in den umliegenden Gasthöfen gegessen wird. Nur am Dienstag ging die ganze Gruppe zum traditionellen bestecklosen Abend in den Schallerhof essen.

Am Dienstagnachmittag, nach einem weiteren erfolgreichen Tag auf den Skiern, bestaunte ein Teil der Gruppe den breitesten Wasserfall der Ostalpen, den Grawa-Wasserfall, bevor es wieder zurück zur Unterkunft ging.

Mittwoch kam der lang ersehnte Schneefall, der sehr stark ausfiel. Der Liftbetrieb eröffnete mit Verspätung und durch die relative schlechte Sicht am Berg hatten wir die Piste fast für uns alleine. Bei Top-Schneeverhältnissen genossen wir den ganzen Tag die fast leeren Pisten.

Am letzten Skitag starteten alle früh morgens um noch den Neuschnee und das schöne Wetter zu genießen. Zum Abschluss ging es in eine Après-Ski Bar, um den letzten Abend ausklingen zu lassen.

Am Freitagmorgen wurden die Ferienwohnungen sauber hinterlassen und es ging zurück zum Bahnhof nach Innsbruck, wo wir dann unsere Zugfahrt angetreten haben.

Nach einer stressigen und abwechslungsreichen Fahrt kamen wir abends um 19 Uhr wieder in Stuttgart am Hauptbahnhof an.

Es war auf jeden Fall eine gelungene Skiausfahrt und wir danken den Lehrern für ihren Einsatz und ihre entspannte Art.

Eine der drei Studienfahrten unserer diesjährigen Jahrgangsstufe 2 führte die SchülerInnen in Begleitung von Frau Gehres und Herrn Schempp in den Osten Deutschlands.

Die ersten Tage verbrachten die Reisenden in Leipzig. Hier wurde den SchülerInnen in einer Stadtführung die Stadtgeschichte nähergebracht. In der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke”, ehemaliges Hauptquartier der Leipziger Stasi (Staatssicherheit der DDR) erfuhren die SchülerInnen Interessantes zur Stasi und der Rolle der Leipziger Bürger für die friedlichen Revolution in der DDR im Jahr 1989.

In Weimar lag der Fokus auf der starken kulturellen und historischen Prägung. Bei den Besuchen der Gedenkstätte Buchenwald und den Wohnhäusern Schillers und Goethes wurde die Spaltung der deutschen Geschichte spürbar, hier innerhalb einer Stadt: Kultur und Unkultur nah beinander, ineinander verstrickt.

Die gemeinsamen Abende mit Essen und Bowling in Weimar sorgten für die passende Stimmung innerhalb der Gruppe.

Text: Matthias Lang
Fotos: Dachan Kim