Am 20.03.19 war die Klasse 9c im Landtag von Baden-Württemberg. Wir trafen uns morgens um 8 Uhr vor dem Gebäude, wo wir dann vom Besucherdienst abgeholt wurden. Im Anschluss gab es eine Einweisung und Vorbesprechung mit den Schwerpunkten Zusammensetzung und Arbeitsweise des Landtags. Zum Beispiel haben wir erfahren, dass die Landtagspräsidentin Frau Aras eine Glocke besitzt, mit der sie einen Ordnungsruf erteilen kann. Wir erfuhren aber auch, dass heute Anwesenheitspflicht herrscht, sodass wir die komplette Regierungsbank und auch die Abgeordneten der anderen Fraktionen sehen werden.
Für Plenarsitzungen erhalten Interessierte nach einer Anmeldung über den Besucherdienst eine Eintrittskarte, die berechtigt, von den Zuhörerplätzen aus die Debatte zu verfolgen. So war es auch bei uns. Endlich wurden wir dann ins Plenum geführt. Auf der Tagesordnung stand heute unter anderem die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte. Der Ablauf der Debatten im Plenum - Stichworte Rednerreihenfolge und Redezeiten - ist weitgehend von den Fraktionen geordnet. Es war sehr interessant zu beobachten, wie sehr die Meinung zwischen den einzelnen Fraktionen auseinander ging. Das Debattenklima war bei einigen Ausrufen und Bemerkungen etwas hitzig. Eine interessante Beobachtung war aber auch, dass einige Abgeordnete ihre Smartphones bedienten oder in der Zeitung lasen, obwohl wir ja eigentlich gelernt hatten, dass dies während der Plenarsitzung nicht erwünscht ist.
Nach der Plenarsitzung nahmen sich noch extra drei Abgeordneten Zeit für uns. Herr Gramling von der CDU Fraktion, Frau Lösch von den Grünen und Herrn Hofelich von der SPD Fraktion standen uns Rede und Antwort. Mit ihnen diskutierten wir zum Beispiel über die Frage, warum das Wahlalter auf Landesebene nicht auf sechzehn Jahre heruntergesetzt werden könne. Sie haben uns außerdem über ihren Werdegang aufgeklärt und darüber, dass man kein Jura- oder Politikwissenschaftsstudium braucht, um in die Politik zu gehen. Alle drei hatten vor ihrem Mandat einen anderen Beruf ausgeübt.
Insgesamt hat es uns allen sehr gut gefallen und wir haben neue Erfahrungen im Bereich der Politik gesammelt.

Marlen Fischer, Jan Malte Grüttefien, 9c

Am Donnerstag, den 19.07.2018, ging es für die Stufe 10 endlich nach Straßburg. Bereits um 6.30 Uhr in der Früh trafen wir uns im Schulhof und warteten geduldig auf unseren Reisebus. Als alle angeschnallt auf ihren Plätzen saßen, ging es um 7 Uhr los! Die Fahrt war bereits nach 2 ½ Stunden vorbei und wir stellten unser Gepäck im Hotel ab. Danach machten wir uns auf den Weg zur Kathedrale, wo wir schon für eine Stadtführung erwartet wurden. Nach der Stadtführung gingen wir im Namen des Gemeinschaftskundeunterrichts in den Europarat, wo wir viele Fragen über den Europarat stellen konnten. Nach dem Europarat ging es wieder ins Hotel. Dort konnte man sich kurz ausruhen und wer wollte, konnte in dreier Gruppen anschließend Straßburg erkunden. Spätestens um 22 Uhr mussten wir wieder in unseren Zimmern sein, denn eine Zimmerkontrolle von den Lehrern erwartete uns alle bereits. Glücklicherweise waren aber alle pünktlich in ihren Zimmern.

Am nächsten Morgen gab es bereits um 8 Uhr Frühstück, denn um 9.30 Uhr mussten wir bereits zum Check-Out. Wir brachten unser Gepäck wieder in den Reisebus, doch mit unserem Ausflug war es noch nicht vorbei! Wir konnten zum letzten Mal ohne Lehrerbegleitung die Stadt erkunden. Außerdem gingen wir ins Europaparlament und wurden vom Vizepräsidenten Herr Rainer Wieland herumgeführt und konnten auch dort wieder unsere Fragen stellen. Da der Vizepräsident persönlich uns herumführte, bekamen wir Einblicke ins Parlament, die andere Personengruppen normalerweise nicht bekommen. Beispielsweise mussten wir nicht auf die Zuschauertribünen im Plenarsaal. Nach dem Europaparlament ging es für uns wieder in den Reisebus. Leider kamen wir in einen 14 km langen Stau, weshalb sich unsere Ankunft um ein paar Stunden verspätete. Jedoch wurde keinem während der Fahrt langweilig und somit machte uns die Verspätung nichts aus.

Narin Yargoliy 10b