Abijahrgänge und berühmte Schüler erinnern sich gerne an das JKG. Ein Beispiel finden Sie hier. Weitere Beispiele finden Sie bei den entsprechenden Jahrgängern. Wenn Sie sich nicht wiederfinden, melden Sie sich bitte.

"Unsere Schule, heute das Johannes-Kepler-Gymnasium, wurde vor über 125 Jahren aus einer Lateinschule zum Gymnasium, ist aber weit älter. Ab 1945 waren wir Schüler dort und ein Teil unserer Klasse setzt noch heute die Klassengemeinschaft aktiv fort.

Heute sind wir um die 81 Jahre und fast alle haben wir intensive und positive Erinnerungen an unsere Schulzeit. 71 Jahre zurück liegt unser Schulbeginn im JKG, (damals Joh.-Kepler-Oberschule), aber eigentlich stimmt das nicht genau: Unser Schulhaus an der Brunnenstrasse war von amerikanischen Besatzungssoldaten belegt, sodass wir vorübergehend in der Gottlieb-Daimler-Oberschule am Neckar (heute Jahn-Schule) unterkamen. Aber das war nicht das einzige Defizit der damaligen Zeit (1945). Unser Schulweg war Hindernislauf zwischen Schuttbergen und hatte z. T.  eine Länge, die man heutigen Schülern in der Regel nicht mehr zumutet. Dass trotzdem keiner aus unserer Klasse zum Versager wurde spricht für das Engagement mancher, die in der Not des Mangels an politisch unbelasteten Lehrern und Lehrmitteln einspringen mussten.

Besonders positiv für viele von uns ragt hier zum Beispiel der Lehrer Dr. Hans Knodel heraus, dessen natürliche Autorität und auch seine Unterstützungsbereitschaft für die Schüler außergewöhnlich war. Keiner aus unserer Klasse hat zum Ruf der Schule als Quelle berühmter Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit besonders beigetragen, aber alle haben ihr Leben gut bewältigt. Also nichts Besonderes? Für uns schon! Haben wir doch 1963 anlässlich eines Routine-Klassentreffens beschlossen, unsere Schulbekanntschaft auszubauen und zu pflegen. Die Verabredung war, von da an künftig einmal im Monat zusammenzukommen und äußerer Anlass dazu sollte ein Kegelabend sein.  11 von uns, inzwischen alle verheiratet, wussten um die gute Wirkung bezüglich Familien-Klima und 'Zulassung', sodass wir unsere Frauen (oft auch mit Familie) von Anfang an dabei hatten, was sich sehr bewährte und übrigens auch bei den Damen manche Klassengemeinschaft erneuerte.

Als der Reiz des Kegelns nach etwa 10 Jahren deutlich nachließ, kam einer von uns auf die gute Idee, dem Schulfreunde-'Club' eine neue Beschäftigung zu verpassen. Sein Jahresprogramm mit Wanderungen, Ausflügen, Besichtigungen usw. fand Anklang und Fortsetzung. Glücklicherweise kam noch eine „neue“ Idee zur Anwendung: Die Regie wurde im Jahresrythmus nach Alphabet weitergereicht. So fand Programm-Kritik Ihren wirksamen Niederschlag im verbesserten Plan des Nachfolgers. Und man erhielt Einblick in Denkweise und Tätigkeiten der unterschiedlichen Berufswege unserer Schulkameraden.

Worin also liegt das Besondere unseres Schulfreunde-Kreises aus dem 'Johannes-Kepler-Gymnasium'? Unser Empfinden geht dahin, dass die Dauer der Gemeinschaft seit 1963 bis heute ein besonderer Glücksfall ist und wir uns zusammenfinden im Bemühen, alles auf uns zu nehmen, dass dies auch künftig noch eine Chance habe. Dabei ist den Beteiligten klar, dass dies nicht selbstverständlich oder einfach ist. Alleine die Tatsache, dass wir schon 3 unserer Freunde durch den Tod verloren haben, mahnt die verbliebenen 19 Teilnehmer an 8-12 Veranstaltungen im Jahr, die im Alter deutlicher werdenden Eigenheiten einzugrenzen und einige der Gemeinsamkeit zu opfern. Hilfreich können dabei Erinnerungen an die äußerst wirksamen Hilfen sein, die vielen von uns die gemeinsame Schulzeit in einer problematischen Zeit war."             

Werner Kern