Der Vorlesewettbewerb der Sechstklässler

Es begann alles mit viel Vorlesen üben. Üben ist zwar anstrengend, aber es zahlt sich aus. So wie bei mir. Das Üben fängt damit an, dass man sich eine spannende Textstelle in einem Buch aussucht. Sie muss ungefähr drei Minuten lang sein. Danach übt man diese Stelle so oft es geht. Die Textstelle darf nur geübt werden, wenn der Leser auch Lust hat. Sonst macht es keinen Sinn. Irgendwann kommt der entscheidende Tag. Bei mir war es ein Donnerstag. Alle Sechstklässler waren im Musiksaal versammelt. Die Tische und Stühle wurden so umgeschoben, dass jedes Jury-Mitglied und jeder Vorleser seinen eigenen Tisch plus Stuhl hatte. Zunächst wurden die einzelnen Jury-Mitglieder und die vier Klassensieger von Fr.Then-Krüll vorgestellt und schon fing der Wettbewerb an. Tamino aus der 6a begann mit „Tintenherz“. Darauf las Bent von der 6b aus „Bodyguard“ vor. Nach jeder Runde wurde applaudiert. Plötzlich war es wieder ruhig im Saal. Erst dann begriff ich, dass ich an der Reihe war. Ich schlug mein Buch namens „Verloren in Eis und Schnee“ auf und begann vorzulesen. Während man vorliest, vergisst man selbst all den Druck und dann ist man schon fertig. Nach mir kam Fnan aus der 6d. Sie las aus „Harry Potter“ vor. Nachdem sie fertig war, kamen einige Kinder aus unseren Klassen zu uns und lobten ihren Klassenvertreter. Jeder war glücklich. Die Jury beriet sich vor dem Musiksaal. Wir warteten und warteten, doch nichts geschah. Die Lehrer brachten alle Kinder zurück zu ihren Plätzen und zur Ruhe. Fr.Then-Krüll fing an, uns etwas vorzulesen. Ein paar Minuten später kam die Jury zurück. Erst lobten sie alle Leser und sagten dann aber ziemlich schnell und knapp, dass ich der Sieger war. Ich freute mich so sehr. Aber für richtige Freude war keine Zeit, da wir entweder noch Religion hatten oder aufräumen mussten. So endete der diesjährige Vorlesewettbewerb.

Simon 6c

Lehrer lesen

„Ein Haus ohne Bücher ist arm,
auch wenn schöne Teppiche seine Böden
und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“

Mit diesem Zitat des Literaturnobelpreisträgers Hermann Hesse – und ehemaligen Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums – öffneten die Lehrerinnen und Lehrer ihre Wohnzimmer und Bibliotheken. Beim diesjährigen „Lehrer lesen - Literatur von Lehrern für die Schüler gelesen“ konnten diese am 20. Juli 2018 in die Bücherregale der Lehrer schauen.

Und was steht in den Bücherregalen? 

In der Geschichteabteilung steht Einhards „Leben Karls des Großen“ weit vorne.  Ganz oben – nur für die Mutigen erreichbar – bekommen die unerschrockenen Krimi- und Thriller-Fans in Andreas Föhrs „Schwarze Piste“ oder Antonia Michaelis „Märchenerzähler“ Gänsehaut.  Und wer sich in der Fantasy-Ecke wohlfühlt, kann mit Douglas Adam „Per Anhalter durch die Galaxis“ fliegen oder „Herr der Ringe“ von JRR Tolkien lauschen oder Kirsten Boies „Alhambra. 
Auch Klassiker – Erich Kästners „Fabian – die Geschichte eines Moralisten“ und Carl Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ stehen im Regal. Wer des Englischen mächtig ist, kann nach J.K.Rowlings „Harry Potter and the prisoner of Azkaban“ oder Vikas Swarups „Q & A“ greifen.  
Ganz unten – für die kleineren und jüngeren – können das „Tintenherz“ von Cornelia Funke, Michael Endes „Unendliche Geschichte“ oder „Die Kurzhosengang“ von Victor Caspak und Yves Lanois gefunden werden. Auch „Dark Lord ... Da gibt‘s nicht zu lachen“ von Jamie Thomson steht hier und „Die Spinne auf der Yucca-Palme“. Die Religionen verbindenden „Geschichten Abrahams“ aus die „Bibel“ stehen genauso im Bücherregal wie die Aboriginal Dreamtime Story „The Two Wise Men and the Seven Sisters“, welche die Entstehung der Welt aus Sicht des Aborignal-Stamms Wong-Gu-Tha thematisiert. In der – nicht nur ernsthaften – Sachbuchecke beantwortet Harald Martenstein die Frage: „Wachsen Ananas auf Bäumen?“ oder beschreibt der Förster Peter Wohlleben „Das geheime Leben der Bäume“. Auch wer etwas über den englischen Maler „Frank Auerbach“ erfahren möchte, ist in diesem Regalbereich richtig. Die Aufforderung „Verschieben sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag“ findet sich hier oder lustige Geschichten hinter Redensarten: „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“ (Rolf-Bernhard Essig).

Zwischen unseren vielen Buchdeckeln finden sich demnach allerlei Gedanken, Abenteuer, neue und alte Welten, Sachverstand, Kurioses, Witziges, Spannendes, ... Das schmückt unser Heim, macht es lebenswert.
Thomas Schempp

Tipps, Tricks und Angebote

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Angebote im Bereich Deutsch und Deutsch als Zweitsprache

Das Johannes-Kepler-Gymnasium macht unterschiedliche Angebote im Bereich Förderung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache. Die Angebote reichen von der Förderung der allgemeinen Sprachkompetenz der Schüler über das Training einzelner Bereiche wie der Rechtschreibung bis hin zur Begabtenförderung. In der folgenden Tabelle finden Sie das für Ihr Kind passende Angebot.

Ziele Angebote Bedingungen Ansprechpartner
Der Schüler oder die Schülerin kann sich zwar mündlich gut verständlich machen, hat aber Probleme beim Verstehen schwieriger Texte und beim selbstständigen Schreiben von Texten, evtl. aufgrund dessen, dass Deutsch Zweitsprache ist.  Förderung der allgemeinen Sprachkompetenz in der
Deutsch-AG
Betreuung durch Studierende der Universität Stuttgart in Zweier- oder Dreiergruppen, eine Stunde pro Woche, verbindliche Teilnahme über mindestens ein Schuljahr. Herr Krämer
Der Schüler oder die Schülerin hat Probleme in einzelnen Bereichen wie Rechtschreibung oder Zeichensetzung oder möchte sich gezielt auf Klassenarbeiten im Fach Deutsch vorbereiten. Selbstgesteuertes Training in
SOKL-Deutsch
Selbstorganisiertes und kooperatives Lernen betreut durch Frau Rudolf.  Herr Krämer und Frau Rudolf
Der Schüler oder die Schülerin möchte seine Fähigkeiten im Bereich Deutsch weiter verbessern oder an Wettbewerben teilnehmen.  Selbstorganisiertes und kooperatives Lernen betreut durch Frau Rudolf. Selbstorganisiertes und kooperatives Lernen betreut durch Frau Rudolf oder durch einen anderen Fachlehrer.  Frau Rudolf und Herr Klemmer