Einschulung der neuen Fünftklässler

Am vergangenen Montagnachmittag wurden 116 neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler am Johannes-Kepler-Gymnasium eingeschult. Gespannt und auch ein wenig aufgeregt lauschten sie den Sechstklässlern, die sie musikalisch willkommen hießen. Anschließend wurden sie und ihre Familien sehr herzlich vom Schulleiter Herrn Klemmer, der stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden Frau Schenkenhofer, der Vorsitzenden des Elternvereins zur Schülerbetreuung für das Mittagessen Frau Bachmayer-Wolff, und der Sozialarbeiterin des JKGs und des Zebras Frau Hoffmann und Frau Fuß begrüßt.

Natürlich waren alle neuen Keplerianerinnen und Keplerianer sehr neugierig, wer denn nun die neuen KlassenlehrerInnen sein würden! Deshalb wurden sie auch gleich von Frau Haumann (5a), Frau Besch (5b), Frau Then-Krüll (5c)  und Herrn Cavadini (5d) und ihren PatInnen aus den 10ten Klassen in Empfang genommen und die Kinder hatten die Möglichkeit, diese und ihren neuen KlassenkameradInnen im Klassenzimmer kennenzulernen.

Nach einer kurzen Einführung in die Planungen der nächsten Schulwochen wurden die Eltern dann zu einem kurzen Besuch in die Klassenzimmer eingeladen. Bei einem anschließenden Kaffeetrinken konnten dann in entspannter Atmosphäre erste Kontakte geknüpft und anstehende Fragen geklärt werden.

Wir danken allen an der Einschulung Beteiligten für ihr Engagenment und wünschen den neuen Fünftklässlern viel Freude am Lernen, eine gute Klassengemeinschaft und einen geglückten Start am JKG! Herzlich Willkommen!

JKG’s Junior Debaters win German Schools Debating Championship 2017

Nach einem erfolgreichen vierten Platz bei den süddeutschen Debattierwettkämpfen in Würzburg, ging das Junior Debating-Team des JKG am Wochenende vom 23. bis 25 Juni 2017 in Stuttgart als Sieger der 14 besten Junior Teams in Deutschland hervor.

Der erste Tag der Germans mit der Frage ob jeder Schüler ein Jahr Dienst im sozialen Bereich abhalten sollte, begann noch etwas durchwachsen und wurde mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. An den nächsten beiden Tagen des Wettkampfes fand das Team aber zu seiner gewohnten Stärke zurück und konnte die Jury in allen folgenden Debatten von ihren Redekünsten überzeugen. Themen waren dabei das Wahlalter, der Anteil deutscher Lieder im Radio oder die Erlaubnis von Graffiti an öffentlichen Plätzen.

Schließlich konnten die Debaters des JKG nach vier weiteren Erfolgen in der Gruppenphase und im Halbfinale ins sogenannte ‚Grand-Final‘ einziehen. Unser Schulteam vertrat als Proposition den Standpunkt dass Nachsitzen in der Schule verboten werden sollte und war anfangs, aufgrund der vielen Zuschauer, etwas nervös. Es entwickelte sich eine sehr spannende und enge Debatte zwischen dem JKG-Team und dem Debating Team des Max-Born Gymnasiums Backnang.

Nach langem Zittern und ausführlichen Erklärungen der Jury, war der Sieg, der Erhalt des Pokals und natürlich der Titel des Deutschen Meisters in der Junior Debating League umso erfreulicher! Das Debating-Team, das Lehrerkollegium und die ganze Schule sind stolz auf unsere Sprecher: Marco Heim (7a), Angélé Littmann (9a), Xenia Oesterlin (9b) und Claudia Olteanu (9a).

Ein besonderer Dank gilt Frau Oppitz für ihre tatkräftige Unterstützung und Motivation und dem Verein der Freunde für die finanzielle Unterstützung in diesem Schuljahr.

(Junior Debating Team)

Gelungener Besuch der ersten Schüleraustauschgruppe aus Qingdao/China

Nach dem Besuch der Schulleitungsdelegation im Juni diesen Jahres fand nun endlich der lang ersehnte erste Schülerbesuch einer Gruppe der No. 19 Middle School aus Qingdao statt.

 

Am Freitag, 14.7.17 um 11.30 Uhr war es endlich soweit: Der Bus mit unseren Gästen (vier Lehrerinnen und 18 Schülerinnen und Schülern) fuhr auf den Schulhof des Johannes-Kepler-Gymnasiums! Die Freude und die Neugier auf die Person, die da so kommt, gewannen schnell die Oberhand über die vielleicht auch vorhandene Scheu und schnell ging man aufeinander zu und begrüßte sich herzlich. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kepleria fand ein Sport- und Spaßturnier mit gemischten Mannschaften statt, so dass man sich schnell besser kennenlernte. Den Ausklang bildete ein gemeinsames Grillen, bei dem schon erste Erfahrungen mit einer fremden (Ess-)Kultur gemacht werden konnten.

Wunderbares Konzert im Kleinen Kursaal: Von New York bis Hollywood.

 
Vergangenen Mittwoch präsentierten Chor, Orchester und Technik-AG des JKG u.a. Songs aus dem Musical West Side Story (Chor) und Filmmusik (Orchester) mit live geschnittener visueller Begleitung. Vielen Dank an alle Mitwirkenden für dieses tolle Konzerterlebnis! (ausführlicher Bericht folgt)

Medizinische Erstversorgung mit Selbsthilfe-Inhalten

Für die Klassen 10abc fanden vom 24. – 25. Juli 2017 von 9.00 – 14.15 Uhr drei Kurse zum Thema „Medizinische Erstversorgung mit Selbsthilfe-Inhalten“ statt, geleitet von drei Referentinnen des Malteser Hilfsdienstes e.V. Stuttgart. Gelernt wurde nicht nur theoretisch, sondern auch durch viele praktische Übungen (siehe Fotos), z.B. Bewusstlose in die stabile Seitenlage bringen, Hilfe bei Herz-Atemstillstand mit Unterstützung eines Defibrillators, Anlegen eines Druckverbandes.

Die Schülerinnen und Schüler können die vom Malteser Hilfsdienst e.V. Stuttgart ausgestellten Bescheinigungen vielfältig verwenden, z.B. für den Führerschein, für eine Jugendleiter- bzw. Trainerausbildung, zum Babysitten.

Die Rückmeldung von Seiten der Schülerinnen und Schüler war sehr positiv.

(Margarete Neuwirth-Schmidt)

Exkursion zum Kompositionslabor „meine Stimme“ der Jungen Oper Stuttgart

Ein aufregender Ausflug der Klasse 7c am 4. Juli 2017.

Wir, die Klasse 7c, ihre Klassenlehrerin Frau Wittmann-Winter und Ihre Musiklehrerin Frau Trüdinger machten uns am 4. Juli auf den Weg zur Jungen Oper Stuttgart. Pünktlich um 9:00 Uhr ging es am Daimlerplatz los. An der Alten Musikhochschule angekommen (Probebühne der Jungen Oper), wurden wir von Ulrike ´Uli` und dem Komponisten Nikodemus Gollnau begrüßt. Nikodemus hatte für uns eine Präsentation über das Thema ´Kompositionen´ vorbereitet, da wir später unser eigenes Stück komponieren und vorstellen durften.

Doch zunächst mussten unsere Stimmen mithilfe von Uli vorbereitet werden. Danach bekamen wir Blätter, auf die wir unsere größten Wünsche aufschrieben sollten. Aus den Wünschen unserer Wahl komponierten wir dann anschließend in kleinen Gruppen unser eigenes Stück.

Um aber unser eigenes Stück komponieren zu können, mussten wir erst einmal wissen, wie das geht. Dazu schauten wir uns die Power-Point Präsentation von Nikodemus zu Ende an. Auch dort trainierten wir unsere Stimme und konnten ausprobieren, wie wir mit unseren Stimmen mit den Wörtern „spielen“ konnten: sie in verschiedene Abschnitte setzen, sie betonen, sie leiser bzw. lauter aussprechen und herausfinden wie es sich anhört, wenn man die Wörter gleichzeitig oder dicht beieinander sagt. Außerdem fanden wir heraus, dass man Geräusche mit Stimmbändern und mit oder ohne Wort, ohne Stimmbänder, aber mit Stimme und ganz ohne Stimme (d.h. z.B. mit Body-Percussion) herstellen kann. Endlich hatten wir Zeit, unsere Stücke zu schreiben, einzustudieren und zu verbessern.

Nach einer Dreiviertelstunde ging es dann los mit den Aufführungen. Jedes Stück war individuell und hat allen gefallen. Vom Weltfrieden bis zum Krieg, von Hogwarts bis zur Geburtstagsfeier und zu einer anderen Welt gab es alles. Nach dem spannenden Vormittag ging es leider wieder zurück zum JKG. Die Junge Oper war für alle Schüler ein tolles und aufregendes Erlebnis. (Lilly Iyi Omorodion, Kl. 7c)

Exkursion Grafeneck

„Die Schatten der Angst senkten sich immer tiefer herab, in einer Zeit, in der Menschen katalogisiert wurden; in der Menschen, die anders waren, als unnütze Esser und Schädlinge für die Volksgemeinschaft angesehen wurden“ Elisbeth Zöller: Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens; S.29

Am Donnerstag, dem 22. Juni 2017, unternahmen wir, die drei zweistündigen Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 1, eine Exkursion zur Euthanasiegedenkstätte Grafeneck bei Gomadingen auf der Schwäbischen Alb. Dort hörten wir zunächst den informativen, eindrucksvollen, aber auch bedrückenden Vortrag Herrn Hildweins, eines jungen Historikers, zur Geschichte Grafenecks. Danach besuchten wir gemeinsam den Friedhof und die Gedenkstätte der Einrichtung. Das Landschloss Grafeneck wurde ursprünglich als Jagd- und Lustschloss gebaut. Die ruhige, abgelegene Lage lädt eigentlich zum Urlaub machen und entspannen ein. 1928 kaufte die Samariterstiftung das Schloss und errichtete ein Heim für behinderte Menschen. Im Oktober 1939 wurde Grafeneck im Rahmen der Aktion T4 von den Nationalsozialisten „für Zwecke des Reiches“ beschlagnahmt. Die Aktion T4 (benannt nach der Adresse des Hauptquartiers Tiergartenstraße 4 in Berlin) steht für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in den Jahren 1940 bis 1945. Grafeneck wurde zur ersten von sechs Tötungsanstalten der Aktion und diente als Vorbild für die übrigen. Die Räume des Landschlosses wurden umgebaut zu Büroräumen und Zimmern für Ärzte, Pfleger und andere Bedienstete. Eine Holzbaracke, etwa 300 Meter vom Haupthaus entfernt, wurde umfunktioniert zu einem „Duschraum“ - einem gasdichten Tötungsraum. Zusätzlich installierte man drei Krematoriumsöfen. Zwischen Januar und Dezember 1940 wurden dort insgesamt offiziell 10 654 behinderte Frauen, Männer und Kinder ermordet, wobei heute von deutlich mehr Opfern ausgegangen wird.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Massenmorde unter der beschönigenden Bezeichnung „Euthanasie“ vollzogen. Übersetzt heißt „Euthanasie“ guter Tod (gr.: ευ – gut, θανατοσ – Tod ) und bezeichnet Sterbehilfe, die man unheilbar Kranken leistet, um ihnen einen qualvollen Tod zu ersparen. Hitlers Propaganda stellte Menschen mit jeder möglichen Behinderung, die sie am Arbeiten hinderte, als enorme Belastung dar, die das Volk jährlich tausende an Reichsmark koste. Unter ihnen waren auch Kriegsversehrte aus dem Ersten Weltkrieg. Die scheinbar logische Folge: die Vernichtung „lebensunwerten Lebens“. Da sich in der Bevölkerung jedoch Widerstand regte, sollten die Tötungen geheim gehalten werden. Die abgeschieden im Wald liegenden Gebäude Grafenecks konnten leicht abgeschirmt werden, da es zu dem Gelände nur zwei Auffahrten gab. Der Ort war somit "optimal" für die Aktion. Die Opfer Grafenecks kamen aus 48 Einrichtungen für körperlich und psychisch behinderte Menschen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Mit speziellen Meldebögen wurden „geeignete“ Patienten aus den Pflegeheimen ausgesucht, die zum einen nicht mehr arbeiten konnten und zum anderen nicht zu häufig Besuch von Angehörigen bekamen. Die Opfer wurden in unscheinbaren Postbussen aus ihren Anstalten abgeholt, nach Grafeneck gebracht und noch am selben Tag ermordet. Die Angehörigen erhielten daraufhin einen Totenschein mit erfundenen Todesursachen wie z. B Lungenentzündung oder andere hochansteckende Krankheiten, um die Verbrennung des Leichnams zu begründen. In den umliegenden Dörfern wurden immer mehr Menschen aufmerksam auf den Gestank und den schwarzen Rauch, der von Grafeneck ins Tal wehte, und auch die grauen Busse blieben nicht unbemerkt. Als die Nationalsozialisten im Dezember 1940 ihr selbst gestecktes Ziel der Vernichtung schon weit überschritten hatten und die Bevölkerung begann, sich mehr und mehr gegen die Aktion zu wehren, wurde die Einrichtung geschlossen. Die gesamte Aktion T4 wurde offiziell im Herbst 1941 eingestellt.

Nach Kriegsende wurde Grafeneck an die Samariterstiftung zurückgegeben. Der ehemalige Holzschuppen wurde zurückgebaut und alle Spuren des Verbrechens beseitigt. Heute ist Grafeneck sowohl eine Gedenkstätte für Euthanasieverbrechen als auch wieder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Für uns als Geschichtskurs war es wichtig, diesen Teil der deutschen Geschichte kennenzulernen, der neben den Verbrechen des Holocaust viel zu oft in Vergessenheit gerät.

Leonie Hildebrand und Johanna Müller, J1