Gelungener Besuch der ersten Schüleraustauschgruppe aus Qingdao/China

Nach dem Besuch der Schulleitungsdelegation im Juni diesen Jahres fand nun endlich der lang ersehnte erste Schülerbesuch einer Gruppe der No. 19 Middle School aus Qingdao statt.

 

Am Freitag, 14.7.17 um 11.30 Uhr war es endlich soweit: Der Bus mit unseren Gästen (vier Lehrerinnen und 18 Schülerinnen und Schülern) fuhr auf den Schulhof des Johannes-Kepler-Gymnasiums! Die Freude und die Neugier auf die Person, die da so kommt, gewannen schnell die Oberhand über die vielleicht auch vorhandene Scheu und schnell ging man aufeinander zu und begrüßte sich herzlich. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kepleria fand ein Sport- und Spaßturnier mit gemischten Mannschaften statt, so dass man sich schnell besser kennenlernte. Den Ausklang bildete ein gemeinsames Grillen, bei dem schon erste Erfahrungen mit einer fremden (Ess-)Kultur gemacht werden konnten.

Wunderbares Konzert im Kleinen Kursaal: Von New York bis Hollywood.

 
Vergangenen Mittwoch präsentierten Chor, Orchester und Technik-AG des JKG u.a. Songs aus dem Musical West Side Story (Chor) und Filmmusik (Orchester) mit live geschnittener visueller Begleitung. Vielen Dank an alle Mitwirkenden für dieses tolle Konzerterlebnis! (ausführlicher Bericht folgt)

Medizinische Erstversorgung mit Selbsthilfe-Inhalten

Für die Klassen 10abc fanden vom 24. – 25. Juli 2017 von 9.00 – 14.15 Uhr drei Kurse zum Thema „Medizinische Erstversorgung mit Selbsthilfe-Inhalten“ statt, geleitet von drei Referentinnen des Malteser Hilfsdienstes e.V. Stuttgart. Gelernt wurde nicht nur theoretisch, sondern auch durch viele praktische Übungen (siehe Fotos), z.B. Bewusstlose in die stabile Seitenlage bringen, Hilfe bei Herz-Atemstillstand mit Unterstützung eines Defibrillators, Anlegen eines Druckverbandes.

Die Schülerinnen und Schüler können die vom Malteser Hilfsdienst e.V. Stuttgart ausgestellten Bescheinigungen vielfältig verwenden, z.B. für den Führerschein, für eine Jugendleiter- bzw. Trainerausbildung, zum Babysitten.

Die Rückmeldung von Seiten der Schülerinnen und Schüler war sehr positiv.

(Margarete Neuwirth-Schmidt)

Exkursion zum Kompositionslabor „meine Stimme“ der Jungen Oper Stuttgart

Ein aufregender Ausflug der Klasse 7c am 4. Juli 2017.

Wir, die Klasse 7c, ihre Klassenlehrerin Frau Wittmann-Winter und Ihre Musiklehrerin Frau Trüdinger machten uns am 4. Juli auf den Weg zur Jungen Oper Stuttgart. Pünktlich um 9:00 Uhr ging es am Daimlerplatz los. An der Alten Musikhochschule angekommen (Probebühne der Jungen Oper), wurden wir von Ulrike ´Uli` und dem Komponisten Nikodemus Gollnau begrüßt. Nikodemus hatte für uns eine Präsentation über das Thema ´Kompositionen´ vorbereitet, da wir später unser eigenes Stück komponieren und vorstellen durften.

Doch zunächst mussten unsere Stimmen mithilfe von Uli vorbereitet werden. Danach bekamen wir Blätter, auf die wir unsere größten Wünsche aufschrieben sollten. Aus den Wünschen unserer Wahl komponierten wir dann anschließend in kleinen Gruppen unser eigenes Stück.

Um aber unser eigenes Stück komponieren zu können, mussten wir erst einmal wissen, wie das geht. Dazu schauten wir uns die Power-Point Präsentation von Nikodemus zu Ende an. Auch dort trainierten wir unsere Stimme und konnten ausprobieren, wie wir mit unseren Stimmen mit den Wörtern „spielen“ konnten: sie in verschiedene Abschnitte setzen, sie betonen, sie leiser bzw. lauter aussprechen und herausfinden wie es sich anhört, wenn man die Wörter gleichzeitig oder dicht beieinander sagt. Außerdem fanden wir heraus, dass man Geräusche mit Stimmbändern und mit oder ohne Wort, ohne Stimmbänder, aber mit Stimme und ganz ohne Stimme (d.h. z.B. mit Body-Percussion) herstellen kann. Endlich hatten wir Zeit, unsere Stücke zu schreiben, einzustudieren und zu verbessern.

Nach einer Dreiviertelstunde ging es dann los mit den Aufführungen. Jedes Stück war individuell und hat allen gefallen. Vom Weltfrieden bis zum Krieg, von Hogwarts bis zur Geburtstagsfeier und zu einer anderen Welt gab es alles. Nach dem spannenden Vormittag ging es leider wieder zurück zum JKG. Die Junge Oper war für alle Schüler ein tolles und aufregendes Erlebnis. (Lilly Iyi Omorodion, Kl. 7c)

Exkursion Grafeneck

„Die Schatten der Angst senkten sich immer tiefer herab, in einer Zeit, in der Menschen katalogisiert wurden; in der Menschen, die anders waren, als unnütze Esser und Schädlinge für die Volksgemeinschaft angesehen wurden“ Elisbeth Zöller: Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens; S.29

Am Donnerstag, dem 22. Juni 2017, unternahmen wir, die drei zweistündigen Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 1, eine Exkursion zur Euthanasiegedenkstätte Grafeneck bei Gomadingen auf der Schwäbischen Alb. Dort hörten wir zunächst den informativen, eindrucksvollen, aber auch bedrückenden Vortrag Herrn Hildweins, eines jungen Historikers, zur Geschichte Grafenecks. Danach besuchten wir gemeinsam den Friedhof und die Gedenkstätte der Einrichtung. Das Landschloss Grafeneck wurde ursprünglich als Jagd- und Lustschloss gebaut. Die ruhige, abgelegene Lage lädt eigentlich zum Urlaub machen und entspannen ein. 1928 kaufte die Samariterstiftung das Schloss und errichtete ein Heim für behinderte Menschen. Im Oktober 1939 wurde Grafeneck im Rahmen der Aktion T4 von den Nationalsozialisten „für Zwecke des Reiches“ beschlagnahmt. Die Aktion T4 (benannt nach der Adresse des Hauptquartiers Tiergartenstraße 4 in Berlin) steht für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in den Jahren 1940 bis 1945. Grafeneck wurde zur ersten von sechs Tötungsanstalten der Aktion und diente als Vorbild für die übrigen. Die Räume des Landschlosses wurden umgebaut zu Büroräumen und Zimmern für Ärzte, Pfleger und andere Bedienstete. Eine Holzbaracke, etwa 300 Meter vom Haupthaus entfernt, wurde umfunktioniert zu einem „Duschraum“ - einem gasdichten Tötungsraum. Zusätzlich installierte man drei Krematoriumsöfen. Zwischen Januar und Dezember 1940 wurden dort insgesamt offiziell 10 654 behinderte Frauen, Männer und Kinder ermordet, wobei heute von deutlich mehr Opfern ausgegangen wird.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Massenmorde unter der beschönigenden Bezeichnung „Euthanasie“ vollzogen. Übersetzt heißt „Euthanasie“ guter Tod (gr.: ευ – gut, θανατοσ – Tod ) und bezeichnet Sterbehilfe, die man unheilbar Kranken leistet, um ihnen einen qualvollen Tod zu ersparen. Hitlers Propaganda stellte Menschen mit jeder möglichen Behinderung, die sie am Arbeiten hinderte, als enorme Belastung dar, die das Volk jährlich tausende an Reichsmark koste. Unter ihnen waren auch Kriegsversehrte aus dem Ersten Weltkrieg. Die scheinbar logische Folge: die Vernichtung „lebensunwerten Lebens“. Da sich in der Bevölkerung jedoch Widerstand regte, sollten die Tötungen geheim gehalten werden. Die abgeschieden im Wald liegenden Gebäude Grafenecks konnten leicht abgeschirmt werden, da es zu dem Gelände nur zwei Auffahrten gab. Der Ort war somit "optimal" für die Aktion. Die Opfer Grafenecks kamen aus 48 Einrichtungen für körperlich und psychisch behinderte Menschen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Mit speziellen Meldebögen wurden „geeignete“ Patienten aus den Pflegeheimen ausgesucht, die zum einen nicht mehr arbeiten konnten und zum anderen nicht zu häufig Besuch von Angehörigen bekamen. Die Opfer wurden in unscheinbaren Postbussen aus ihren Anstalten abgeholt, nach Grafeneck gebracht und noch am selben Tag ermordet. Die Angehörigen erhielten daraufhin einen Totenschein mit erfundenen Todesursachen wie z. B Lungenentzündung oder andere hochansteckende Krankheiten, um die Verbrennung des Leichnams zu begründen. In den umliegenden Dörfern wurden immer mehr Menschen aufmerksam auf den Gestank und den schwarzen Rauch, der von Grafeneck ins Tal wehte, und auch die grauen Busse blieben nicht unbemerkt. Als die Nationalsozialisten im Dezember 1940 ihr selbst gestecktes Ziel der Vernichtung schon weit überschritten hatten und die Bevölkerung begann, sich mehr und mehr gegen die Aktion zu wehren, wurde die Einrichtung geschlossen. Die gesamte Aktion T4 wurde offiziell im Herbst 1941 eingestellt.

Nach Kriegsende wurde Grafeneck an die Samariterstiftung zurückgegeben. Der ehemalige Holzschuppen wurde zurückgebaut und alle Spuren des Verbrechens beseitigt. Heute ist Grafeneck sowohl eine Gedenkstätte für Euthanasieverbrechen als auch wieder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Für uns als Geschichtskurs war es wichtig, diesen Teil der deutschen Geschichte kennenzulernen, der neben den Verbrechen des Holocaust viel zu oft in Vergessenheit gerät.

Leonie Hildebrand und Johanna Müller, J1

 

Die Language Farm 2017

Die bilinguale Klassenstufe 7 und einige andere Schüler besuchten vom Montag, dem 19.06.17 bis zum Freitag, dem 24.06.17 die Language Farm in Hausen. Dort wurde ausschließlich Englisch gesprochen (offiziell) und einige träumten sogar auf Englisch. Man lernte dort auch das Leben auf einem Bauernhof genauer kennen und freier Englisch zu sprechen, ohne lästiges Schreiben. Alle Schüler waren begeistert! Außerdem bekamen alle Schüler einen neuen, englischen Namen. In unserem Fall waren es die Namen von Musikstars, was ebenfalls gut ankam.

Allgemeines

Die Language Farm ist eine englischsprachig ausgerichtete Farm, in der man eine Woche lang mit verschiedenen englischsprachigen Muttersprachlern Projekte ausübt. In dieser Woche, wurden folgende Projekte mit den jeweiligen Betreuern angeboten:

  • Kunst: Mangas zeichnen mit Anne (Deutsch-englische Künstlerin)
  • Musik: Songwriting mit Calum (musikbegabter Schotte)
  • Sport: Tanzen mit Tessa (Australierin)
  • Upcycling mit Lucas (Chilene, der lange in den USA gelebt hat)

Parallel zu den Projekten wurde man in kleine Sprachgruppen eingeteilt, in denen man ein Theaterstück einstudierte.

 

 

Freizeitbeschäftigungen

Neben den Projekten und den kleinen Sprachgruppen, gab es noch vielfältige weitere Freizeitbeschäftigungen. Jeden Tag konnten wir mindestens eine Sportart aus dem englischsprachigen Kulturraum, beispielsweise Cricket oder Baseball, ausprobieren. Baseball fiel uns sehr schwer, Cricket gelang vielen von uns sehr gut, sodass ein richtiges Spiel zustande kam.

Über den ganzen Tag verteilt hatten wir außerdem kleiner und größere Pausen, um uns alleine zu beschäftigen z.B.  mit Trampolinspringen, kleineren Spielen oder einmal mit einer Wasserschlacht.

Auch am Abend ging das Programm weiter. Beispielsweise haben wir am Lagerfeuer ein paar, unter anderem schottische, Lieder gelernt, im Wald Werwolf gespielt, einen englischsprachigen Film geschaut oder eine Nachtwanderung in den Wald gemacht,  um uns die Glühwürmchen anzusehen.

Das Essen, das von uns teilweise selbst zubereitet wurde, waren ebenfalls typische Gerichte aus den Heimatländern der Betreuer. So standen am Morgen zum Beispiel Pancakes with maple syrup, Porrige, oder ein English breakfast auf dem Speiseplan.

Counselors

Betreut wurden wir in der gesamten Zeit nicht nur von Frau Oppitz und Frau Ströbel, sondern auch von den fünf Betreuern vor Ort. Diese waren:

Janice - die Chefin

Janice war die Leiterin des Camps und war meistens damit beschäftigt uns zu versorgen. Ohne sie wäre die Koordination und Verpflegung überhaupt nicht möglich gewesen. Wir alle vermissen jetzt schon ihre typischen Sätze wie: Are you full?  Then say thank you to all the counselors who made the food!

Tessa-australischer Tanzstar

Tessa aus Tasmanien, Australien leitete das Tanzprojekt, da Tanzen eines ihrer Hobbys ist. Außerdem brachte sie uns „australisches Englisch“ bei z.B. choci bici = chocolate biscuit, snags = sausages und barbie = barbecue. Sie ist eine sehr gute Köchin und zauberte für unseren letzten Abend eine köstliche Lasagne mit vielen Salaten. Auch das Theaterstück, das mit ihr aufgeführt wurde, war sehr lustig.

Anne-die englische Künstlerin

Anne kommt ursprünglich aus Deutschland, zog aber mit 9 Jahren nach Südwestengland und verbrachte dort den Rest ihrer Kindheit und Jugend. Sie leitete den Manga-Zeichenkurs, in dem man etwas über die typischen Proportionen der verschiedenen Charaktere lernte wie z.B. den Bösewicht und den Helden. Sie fabrizierte ein wunderbares English Breakfast für den Tag unserer Abreise.

Lucas mit dem SchottenROCK (`n´ ROLL)

Lucas, der naturfreundliche Chilene, verbessert gerne den Planeten indem er aus etwas Altem was Neues macht. Er lebte lange Zeit in den USA, weshalb er als er nach Deutschland kam, bei der Language Farm mitarbeiten konnte. Er ist immer aufgeweckt und für jeden Spaß zu haben.

Calum-der Weltverbesserer

Calum ist ein sehr begabter und begeisterter Sänger, der dies gerne am Lagerfeuer zeigt und alle damit in seinen Bann zieht. Er kam nach Berlin, um einer Rock `n´ Roll Band beizutreten und seinen Traum zu leben. Der kreative Schotte aus Edinburgh liebt es, Songs zu schreiben und sein Wissen an uns Schüler weiterzugeben.

Ohne die Councelors wäre dieser wunderbare Aufenthalt gar nicht möglich gewesen! That’s why we say: THANK YOU  to all the concelors!

Gesamteindruck:

Wir interwieten einige MitschülerInnen, die auf der Language Farm waren und kamen zu dem Schluss, dass es für jeden ein tolles Erlebnis war. Viele könnten sich vorstellen, die Language Farm wieder zu besuchen um die Betreuer, die von allen sehr gemocht wurden, wieder zu sehen.

SchülerIn 1: „Der Ort und die Betreuer waren super. Die Zimmer waren auch toll… irgendwie hat mir alles gefallen.“

SchülerIn 2: „Es war unglaublich – alles war perfekt. Uns war nie langweilig durch das Programm. Dennoch hatten wir mehr als genug Freizeit. Solche Menschen wie diese Betreuer habe ich noch nie gesehen – sie sind nett, lustig, schlau usw. […] Die Schule muss unbedingt weiter hierhin fahren!“

 SchülerIn 3: „Das Programm war abwechslungsreich und das Essen lecker. Ich fand gut, dass das Essen jeden Tag von dem jeweiligen Land kam. Es war toll, dass wir einmal das Essen und (leider) den Abwasch selber machen durften.“

Copyrights by Florian Wesenberg

Quelle: http://www.languagefarm.net/team-view/janice-stolle/

Quelle: http://www.languagefarm.net/classic-4-2017/

Preisträger beim 59. Schülerwettbewerbs des Landtages von Baden-Württemberg

Der 59. Schüler-Wettbewerb des Landtages von Baden-Württemberg im Jahr 2016/2017 war der Anlass für den ersten Film der beiden Zehntklässler David Schneider und Matthias Lang. Als Thema für die Dokumentation suchten sie sich die Datensammlung im Internet heraus.

Bald begannen die Planungen, Räume in der Schule wurden reserviert, Filmequipment besorgt und weitere Drehorte gesucht. Die Dreharbeiten und der Schnitt zogen sich neben der Schule weit hinaus, am Ende wurde aber alles rechtzeitig fertig, sodass der Film – zwar nicht perfekt – eingereicht werden konnte.

Nach sehr langem Warten kamen dann Ergebnisse, ein Preis wurde gewonnen! Weiteres Warten folgte, keine Platzierung und kein Preis wurden bekannt gegeben. Bei einem Treffen mit dem Schulleiter Herr Klemmer und dem Gemeinschaftskundelehrer Herr Schempp folgte dann die Verkündung der Platzierung: Der 3. Platz war also die Belohnung der Versuche, Fehlschläge und bleibenden Probleme. Als Preis erhielten die Schüler eine Urkunde und einen Fotoband über Menschen aus aller Welt und allen Bevölkerungsschichten.

Wer nun Interesse an dem Film bekommen hat, kann sich diesen gerne mit dem folgenden Link ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=Mk0A-3WYY-A   (Matthias Lang, 10a)